USA - Reachin' New Heights
American Museum of Natural History (25.06.2015)
Der vierte und letzte vollständige Tag in New York sollte einem weiteren Museumsbesuch dienen. Genauer gesagt stand ein Besuch des American Museum of Natural History, eines der größten Naturkundemuseen der Welt, auf dem Plan (abgesehen von naehlen, der sich stattdessen das MOMA anschaute). Dank eigener U-Bahn-Station war die Anreise völlig unkompliziert und so standen wir etwa 20 Minuten vor der Öffnung am Eingang parat.

Hm, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor...
Tatsächlich handelt es sich um das Museum, in welchem die Geschichte des Films "Nachts im Museum" spielt. Außenaufnahmen dieses Gebäudes gibt es dort ebenfalls. Das Film-Innere hat aber nicht besonders viel mit dem realen Inneren zu tun. Nicht nur, dass die Exponate in Wirklichkeit natürlich nicht zum Leben erwachen, die Innenaufnahmen wurden auch ganz woanders gedreht.

"Teddie" steht also nur vor dem Museum, die Figur innen fehlt.

Wenigstens Rexie ist da.

Wir begannen, der Geschichte folgend, im obersten Stockwerk bei den Dinosauriern.

Manni, das mürrische Mammut.

Auch größere Dinos sind vertreten.

So natürlich auch der allseits beliebte Tyrannosaurus Rex.

Auch Echsen und so'n Kram werden ausgestellt.

Fast das einzige, was mich wirklich an den Film erinnerte. Leider hatte ich Dumm-Dumm grade keinen Gum-Gum bei mir.
Nach 2 Stunden hatten wir die beiden obersten Etagen durch, wobei die Dinos die meiste Zeit gefressen hatten. Das war eindeutig zu viel. Bei den Dinos war ich ja noch recht interessiert, aber danach war die Luft bei mir schon nahezu raus. Ähnlich erging es Alron, sodass wir beide irgendwann den Rest der Gruppe aus den Augen verloren hatten. Auf unserer Suche huschten wir dann etwas schneller durch die nächste Etage, wobei die Ausstellungsstücke von uns nur noch teilweise Beachtung fanden.

Gut, hierbei musste ich direkt an Talocan denken.

Und mit etwas Phantasie könnte das die Tafel sein, welche die Exponate nachts zum Leben erweckt.

Aber die Suche blieb erfolglos. So landeten wir nach einer weiteren Stunde im 2000 eröffneten Rose Center for Earth and Space.
In der großen, "schwebenden" Kugel befindet sich oben ein Planetarium, das allerdings extra kostet, und unten das freie Big Bang Theatre. Das testeten wir noch aus, danach waren wir beide der Meinung "es reicht". Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen Museen und die Exponate im AMNH sind auch nicht schlecht, aber es ist halt einfach zu viel. Wenn man sich wirklich alles anschauen will, braucht man extrem viel Zeit und extrem viel Speicherplatz im Hirn. Einfach gehen konnten wir natürlich nicht, also riefen wir dann doch mal bei den anderen an. Und die kamen wenig später überraschenderweise ebenfalls aus dem Big Bang Theatre.
Nach kurzem Austausch gaben wir dann unseren Abschied bekannt. Bevor wir wirklich fuhren, gab es aber noch ein kleines Mittagessen in der Kantine im Keller. Ich hatte noch überlegt, ob ich vielleicht doch irgendwo spontan einen Hubschrauberrundflug bekommen, oder mit einem Speedboat über den Hudson River brettern könnte. Ersteres hätte sich aber nur mit vernünftiger Kamera gelohnt, und so fuhren wir letztlich einfach direkt ins Hotel, wo wir uns den Nachmittag über ausruhten. Im Nachhinein hätte ich vielleicht doch lieber den Ausflug zu den Niagara Fällen machen sollen. Wäre zwar deutlich teurer gewesen, aber ich hätte vermutlich doch mehr davon gehabt. Allerdings wäre es dann wiederum mit unserem Abendprogramm schwierig geworden. Denn den letzten Abend in New York wollten wir bei einem gemeinsamen Essen ausklingen lassen.

Passend dazu hatte das Empire State Building die Feierbeleuchtung angeschaltet.

Wir hatten einen Tisch im Keens Steakhouse reserviert.
Eine ganze Weile mussten wir noch auf unseren Tisch warten, dann durften wir endlich Platz nehmen. Es handelt sich um eines der besten Steakhäuser der Stadt, das zudem eine der größten Tabakpfeifensammlungen der Welt besitzt. Die ganze Decke ist mit Pfeifen zugehangen. Ein gutes Steak hat natürlich auch seinen Preis. Unter 50 Dollar kommt man dort nicht weg - wohlgemerkt nur für das Fleisch! Beilagen kosten nochmal extra. Die Pommes beispielsweise sind für weitere 10 Dollar zu haben. Ich hatte mit knapp über 80 Dollar meines Wissens das billigste Essen von uns. Wobei der Preis für die gebotene Qualität absolut angemessen war. Das Fleisch war genau so, wie ein Steak zu sein hat. Außen schön kross und innen butterweich wie ein nagelneuer B&M. Und alles andere als klein. Die Riesenschüssel Pommes hätte ich da eigentlich gar nicht dazu gebraucht, die blieb noch mindestens halb übrig. Kulinarisch war das jedenfalls das Highlight der gesamten Tour und ein super Ausklang eben jener. Auch wenn da nochmal einiges an Kohle rausgehauen werden musste, aber die hatten wir ja durch die ganzen gemeinsamen Essen in den Parks quasi zusammengespart.
Fazit New York: Die Stadt New York ist nicht gerade klein. Wir beschränkten uns bei unserem Besuch daher auch vorwiegend auf Manhattan. Gewaltige Wolkenkratzer, der riesige Central Park, und Menschen über Menschen. Eine Großstadt eben. Für mich als Dorfkind ist das natürlich beeindruckend, aber leben würde ich dort nicht wollen. Sind mir halt einfach zu viele Menschen dort. Zu meinen absoluten Highlights gehörten die Freiheitsstatue, die beiden Aussichtsplattformen und die High Line, bei der man die Großstadt doch ganz gut kaschiert hat. Vielen Dank nochmal an mico für die Planung unserer Sightseeing-Rundgänge.