USA - Reachin' New Heights
Sightseeing Lower Manhattan (23.06.2015)
Für unseren zweiten Tag in New York stand ein Rundgang durch Lower Manhattan auf dem Plan. Von der hotelnahen U-Bahn-Station ging es also mit der Linie R direkt zum Rathaus, der New York City Hall. Im Jahr 1811 erbaut ist es das älteste noch als solches genutzte Rathaus in den USA.

Dank des City Hall Parks ist das Gebäude leider nicht ganz so gut aufs Bild zu bekommen.

Zudem ist die City Hall natürlich etwas abgesperrt (dass da trotzdem Leute rumlaufen, fällt mir erst jetzt auf den Bildern auf).

Der City Hall Park ist ansonsten umringt von diversen Wolkenkratzern.

Darunter auch die "Kathedrale des Kommerz", das Woolworth Building. Von 1913 bis 1930 das höchste Gebäude der Welt.
Unter dem City Hall Park befindet sich außerdem noch die ehemalige City Hall Station. Die war 1904 das Aushängeschild der ersten U-Bahnlinie New Yorks, wurde aber 1945 geschlossen. Dennoch fahren auch heute noch Züge hindurch, denn die alte Station dient als Wendeschleife für die Linie 6. In der Theorie könnte man also einfach an der "Endhaltestelle" sitzen bleiben und würde dann auf der Weiterfahrt einen Blick auf dieses Schmuckstück erhaschen. Kostet dann aber wohl 50 Dollar, wenn man von der Bahnpolizei erwischt wird (obwohl das explizite Verbot laut mico 2011 aufgehoben wurde). Das Risiko wollten wir dann letztlich aber nicht eingehen.

Nur wenige Blocks weiter kratzt seit 2013 das neue One World Trade Center an den Wolken.

Auch hier gibt es natürlich eine Aussichtsplattform in den oberen Etagen.
Und weil die nochmal einige Kilometer vom Rockefeller Center entfernt steht und ein ganz anderes Bild bietet, wurde auch diese von uns besucht. Also genauer gesagt teilte sich die Gruppe auf. benbender, mico und naehlen blieben lieber am Boden und schauten sich anderweitig um. Alron, Maliboy und ich wollten aber erneut Höhenluft schnuppern. Tickets konnten früh morgens noch vor Ort gekauft und die Auffahrt auch sofort im Anschluss angetreten werden. Also nach der Sicherheitskontrolle versteht sich.

Die unterirdischen Gänge sind mir persönlich ein bisschen steril geraten.

Auf einer großen Leinwand ploppen die Herkunftsländer (wird beim Ticketkauf abgefragt) der gerade eintretenden Gäste kurz auf.

Außerdem gibt es ein paar nette Statistiken. Nicht schlecht gemacht.
Dass wir zu den ersten 220.000 Besuchern des One World Observatory gehörten, lag im übrigen daran, dass die Aussichtsplattform erst knapp einen Monat vor unserem Besuch offiziell eröffnet wurde. Der Weg zu den Aufzügen wartet dann mit einigen Geschichten von am Bau beteiligten Personen und Informationen zum Untergrund auf. Nach kurzer Wartezeit konnten wir schließlich auch hier einen der Hochgeschwindigkeitsaufzüge betreten. Natürlich noch schneller als Tags zuvor und fast schon eine Attraktion für sich.
Achtung Spoiler!
Denn die Außenwände bestehen aus großen LED-Bildschirmen. So kann man rundherum beobachten, wie New York entstand und wuchs. Wirklich beeindruckende Bilder. Kurze Zeit versperren auch die alten Zwillingstürme mal die Sicht, danach baut sich das neue One World Trade Center um einen herum auf, ehe man schließlich nach nur etwa 60 Sekunden die 102. Etage erreicht. Doch damit nicht genug... Verlässt man den Aufzug, steht man in einem dunklen Raum. Vor einem befindet sich eine Wand aus unterschiedlich großen Elementen (also quasi 3D). Die wird wiederum für eine zweiminütige Videoprojektion genutzt. Bis diese Wand dann plötzlich einfach nach oben fährt und den Blick auf New York freigibt! Einfach nur genial. Ich kenne bisher keine andere Aussichtsplattform, bei der alleine schon die Auffahrt so viel zum Erlebnis beiträgt. Die eigentliche Aussicht ist dagegen fast schon langweilig.
Spoiler Ende

Nein, das ist noch nicht die Aussicht, sondern nur die "Pre-Show".
Das One World Observatory befindet sich etwa 400 Meter über der Erde in den Etagen 100 (Hauptaussichtsebene), 101 (Restaurant) und 102 (Pre-Show und Fläche für Events). Darüber befinden sich lediglich noch zwei Techniketagen. Das Dach des Turms befindet sich damit auf der gleichen Höhe wie das des am 11. September 2001 zerstörten Nordtums, nämlich in 417 Metern. Doch obwohl es selbst in New York noch höhere Türme gibt, ist das One World Trade Center aktuell das höchste Gebäude der westlichen Hemisphäre und weltweit sogar auf Platz vier. Möglich macht es die Antenne auf dem Dach, die zur Architektur gezählt wird und damit die Gesamthöhe auf 541 Meter erhöht. Umgerechnet sind das 1.776 Fuß, womit man auf das Jahr der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung anspielt.

Das Sky Portal bietet per Live-Kamera einen Blick in die Tiefe. Die hängt aber wohl vergleichsweise tief.

Man befindet sich nämlich tatsächlich etwa auf Flughöhe der zahlreichen Rundflüge durchführenden Helikopter.

Beginnen wir also mit unserem Ausblick-Rundgang auf der Südseite.

Die Südspitze Manhattans.

Viel Schiffsverkehr und die geradezu winzige Freiheitsstatue.

Leider spiegeln die Scheiben teils sehr, sodass die "Fußabdrücke" der beiden alten Türme von oben schwer einzufangen sind.

Auf der Ostseite blickt man dann direkt...

in Richtung Brooklyn. Und damit natürlich auch auf die Brooklyn Bridge.

Hinter dem im Bau befindlichen Turm versteckt sich die City Hall. Rechts davon das Woolworth Building.

Von ein paar Ausnahmen abgesehen geht es weiter nördlich doch ziemlich flach zu.

Ganz anders als im entfernteren Norden.

Am Horizont stapeln sich die Wolkenkratzer von Midtown Manhattan, die wir tags zuvor bewundert hatten.

Hier nochmal etwas rangezommt (ja, nicht wirklich gut, aber was will man machen...
).

Fehlt zum Abschluss noch die Aussicht nach Westen.

Hier sieht man vor allem den Hudson River.

An dessen anderem Ufer befindet man sich bereits im Staat New Jersey. In diesem Fall in Jersey City um genau zu sein.

Direkt neben dem WTC steht das WFC, das World Financial Center.

Und hier noch ein Überblick über den (mehr oder weniger) aktuellen Stand der Bauarbeiten am neuen World Trade Center.
Wir befinden uns wie gesagt im One World Trade Center. Das steht dort, wo einst WTC 6 stand. Nicht mehr auf dem Bild ist das neue 7 WTC, an gleicher Stelle wie das alte und 2006 das erste fertiggestellte neue Gebäude. Two World Trade Center ist bis knapp über Straßenniveau fertiggestellt (unterirdisch sind alle Gebäude verbunden), der Weiterbau ist aber wohl aktuell gestoppt, weil nicht genügend Mieter gefunden werden konnten. Auch beim Three World Trade Center musste deswegen eine Zwangspause eingelegt werden. Inzwischen laufen die Arbeiten aber wieder. Bereits Ende 2013 eröffnet wurde dagegen 4 WTC. Im Süden wird der WTC-Komplex im Vergleich zu vorher ein Stück erweitert. Dort entsteht das Vehicular Security Center (VSC) samt Liberty Park und Nachbau der St. Nicholas Greek Orthodox Church. Außerdem ist dort das 5 WTC geplant, mangels Mietern wurde aber auch hier noch nicht mit dem Bau begonnen. In der Mitte des Komplexes befinden sich dann das Museum und die Memorials mit viel Grün.

Und genau die besichtigten wir direkt nach unserem knapp einstündigen Aufenthalt in luftiger Höhe.

Zwei große Wasserbecken mit Wasserfällen anstelle der beiden alten Türme. Rundherum sind die Namen aller an 9/11 umgekommen Personen eingraviert.

1 und 7 WTC nochmal von unten. Die "Lüftungsschlitze" im 1 WTC dürften zu den weiteren Techniketagen unterhalb des Observatory gehören.

Der Transportation Hub und dahinter die Baustelle des 3 WTC.

Vorbei an der Trinity Church führte uns der Weg weiter zur Wall Street mit der New Yorker Börse.

An der Mündung des East River trafen wir dann wieder auf den Rest der Gruppe.

Hier liegt auch das 1911 von der Hamburger Werft Blohm & Voss gebaute Museumsschiff "Peking".
Also zumindest lag sie damals noch dort. Denn die Viermastbark soll New York schon länger verlassen. Allerdings ist das Schiff inzwischen so marode, dass es bei der Fahrt wohl einfach untergehen könnte. Seit Anfang des Jahres laufen nun aber Vorbereitungen für den Transport nach Europa, wo die Peking restauriert werden soll. Anschließend wird sie ab voraussichtlich 2018 einen neuen Platz im Hamburger Hafenmuseum bekommen und damit nach über 40 Jahren in ihre Heimat zurückkehren.

Der Seaport District hat mir persönlich besonders gut gefallen. Wirkte deutlich ruhiger als der Rest der Stadt.

Außerdem steht hier der Titanic Memorial Lighthouse. Wenn auch nicht mehr an originaler Stelle.

Unter der Auffahrt zur Brooklyn Bridge hindurch ging es wieder in Richtung Norden.

Huch, da sind wir wohl ein paar Kilometer zu weit gelaufen?

Nein, wir sind natürlich weiterhin in New York. Genauer gesagt in China Town.

Und auch die Italiener haben mit Little Italy ihren "eigenen" Stadtteil.

Ein gutes Stück weiter kamen wir am Gebäude der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der New York University vorbei.

Schließlich erreichten wir den Washington Square Park.

Dort gönnten wir uns im Schatten des Washington Square Arch eine kleine Pause, ehe wir den Rückweg gen Süden antraten.

Von dort führte uns mico an einer weiteren Filmkulisse vorbei. Na, wer erkennt's?

Richtig, hier hatten die Ghostbusters ihr Hauptquartier.

In der Realität wird das Gebäude nach wie vor als Feuerwehrstation genutzt.

Ebenfalls ein super Ort zum Entspannen ist der Pier 25 im Hudson River.

Ein nett angelegter Minigolfplatz befindet sich dort ebenfalls.

Genauso wie ein Beachvolleyballplatz mit schönem Blick auf das One World Trade Center.

Schönes Panorama.

Eine tolle Skyline.

Von dort wechselten wir wieder auf die andere Seite Manhattans.

Bis hin zum Manhattan Municipal Building. DAS ist doch mal ein Verwaltungsgebäude.

Und schließlich schlossen wir das Pflichtprogramm mit einer Überquerung der Brooklyn Bridge ab.

Eine der ältesten Hängebrücken der Welt. 19 Jahre lang auch die längste Hängebrücke der Welt mit einer Stützweite von 486 Metern.

Nein, kein Spinnennetz, sondern eine menschliche Ingenieursleistung.

Besonderheit sind natürlich die gemauerten Stützpfeiler.

Die sechs Fahrspuren für die Autos befindet sich auf der unteren Ebene der Fachwerkkonstruktion. Die Fußgänger laufen obendrauf.

Die benachbarte Manhattan Bridge ist zwar deutlich jünger, ihre Stützweite beträgt aber auch "nur" 448 Meter.

Ein Blick zurück auf Manhattan.

Schließlich war die Mitte der Brücke erreicht.

Und kurz darauf auch die andere Seite.

Den Willkommensgruß hat man leider mal eben mit frischem Asphalt überdeckt.

Und zu guter Letzt machten wir noch einen Schlenker zur Manhattan Bridge.
Das war es dann auch soweit für diesen Tag. Danach sind wir bereits zurück zum Hotel und mir will jetzt auch nichts mehr einfallen, was wir mit dem Abend noch angestellt hätten. Aber wir hatten ja auch am zweiten Tag eine ganz ordentliche Strecke zurückgelegt, wie die folgende Übersicht zeigt:

A: City Hall
B: One World Trade Center
C: Wall Street
D: Museumsschiff Peking
E: Titanic Memorial Lighthouse
F: China Town
G: Little Italy
H: St. Patrick's Old Cathedral
I: NYU Stern School of Business
J: Washington Spuare Park
K: Ghostbusters Hauptquartier
L: Pier 25
M: Manhattan Municipal Building
N: Brooklyn Bridge
O: Manhattan Bridge
Weiter zu Sightseeing Statue of Liberty, Intrepid Sea Air & Space Museum, High Line