USA - Reachin' New Heights
Anreise (06.06.2015)
Kaum bin ich zuhause, geht es auch schon los mit den Berichten zu unserer Ostküsten-Tour. Wie auch an der Westküste steht vor der eigentlichen Tour aber die Anreise, die - egal ob es einigen hier passt oder nicht - natürlich einen eigenen Bericht verdient. Immerhin war es für (fast?) alle der erste Flug mit Singapore Airlines, die einen sehr guten Ruf hat. Ob dieser berechtigt ist, wird sich spätestens am Ende des letzten Berichts herausstellen. Selbstverständlich stand auch diese Tour für mich unter einem ganz bestimmten Motto. Denn ich würde voraussichtlich in Cedar Point meinen 300. Count feiern können. Zudem standen mit Top Thrill Dragster und Kingda Ka die beiden höchsten Achterbahnen der Welt auf dem Plan. So bekam die Tour bei mir schnell den Titel "Reachin' New Heights!", oder kurz RNH. Doch kommen wir langsam zum eigentlichen Thema dieses Berichts, dem Hinflug.
Vor zwei Jahren war noch fast die gesamte Gruppe zusammen geflogen. Diesmal sah das deutlich anders aus. Viele waren schon zwei Tage vor der Tour angereist, um vorher ein wenig Sightseeing zu betreiben. Einzelne reisten einen Tag vorher an, einfach um nicht wieder am ersten Tag völlig übermüdet durch die Parks zu rennen. Etwa die Hälfte der Teilnehmer fand sich dagegen wieder am ersten Tourtag pünktlich gegen 6 Uhr im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens ein. Dort hieß es dann Koffer abgeben, T-Shirts und Namensschilder verteilen und die Zurückbleibenden verabschieden. Ein kräftiges Gewitter sorgte besonders bei den Fluganfängern derweil für ein leicht mulmiges Gefühl. Doch bis zum Start hatte sich das längst wieder verzogen. Und dann ging es ab durch die Sicherheitskontrolle, wo meine Maoams die Aufmerksamkeit des Personals erregten.

Um kurz nach 7 erreichten wir dann Gate B46, wo der aus Singapur zwischengelandete A380 bereits auf uns wartete.

Bis zum Boarding dauerte es allerdings noch eine ganze Weile.

Die Zeit nutzte ich, um mir den ein paar Gates weiter parkenden A350 von Qatar Airways anzusehen.

Es handelte sich um die erst einen Monat zuvor ausgelieferte A7-ALC. Ein schöner Vogel, wie ich finde.
Angesetzt war das Boarding für 7:40 Uhr. Der Start verzögerte sich aber etwas. Als es dann endlich los ging, wurden zunächst die hinteren Reihen aufgerufen. Erst nach und nach kamen dann die Reihen weiter vorne hinzu. Bis wir schließlich einsteigen durften, war es bereits 8:10 Uhr.

Unser A380 trug die Registrierung 9V-SKP.

Mein Platz 47A befand sich wieder am hinteren Ende der Tragfläche.

Nahezu pünktlich begann der Pushback und kurz darauf rollten wir schon zur Startbahn.

Um 8:51 Uhr richteten wir uns auf Runway 25C aus.

Und nach einem kurzen Stopp drehten die vier Rolls Royce Triebwerke auf.

In schon relativ beachtlicher Höhe überquerten wir schließlich die Startbahn 18.

Und ein kleiner Linksschwenk offenbarte einen letzten Blick zurück auf den Flughafen. Ziemlich genau 3 Wochen sollte es nun dauern, bis ich dort wieder landen würde. Nur knappe 8 Stunden waren für den Flug bis New York eingeplant.

Nach dem kurzen Schwenk gen Süden ging es dann doch nach Norden Richtung Koblenz und Köln.

Der Himmel war sogar relativ wolkenlos, sodass man auch mal etwas sehen konnte.

Schon etwa 20 Minuten nach dem Start verließen wir das europäische Festland nördlich von Den Haag.

In der Ferne ist auch der Hafen von Rotterdam am Rhein-Maas-Delta zu erspähen.

Zeit, sich mit dem Inflight-Entertainment-System zu befassen, das hier per Fernbedienung gesteuert wird.

Auf der Rückseite befindet sich eine komplette Tastatur und weitere Knöpfe für Spiele.

Neben dem Bildschirm befindet sich unter anderem ein USB-Port. Ideal zum Laden des Handys.
Die Auswahl an Filmen und Spielen ist wie erwartet top. Allerdings sind die meisten Filme nur auf Englisch verfügbar. Deutsch steht nur selten zur Auswahl. Das ist grundsätzlich natürlich kein Makel, einige schauen die Filme ja sowieso lieber in der Originalsprache. Aber gerade die leiseren Dialoge sind einfach viel zu schlecht zu verstehen, sodass ich den ersten Film nur schwer genießen konnte. Als zweiten Film wählte ich dann Spongebob samt Untertitel. Das konnte ich wenigstens verstehen.
Das wahre Manko sind aber die unzähligen Ruckler. Ständig friert das Bild kurz ein und der Ton stockt. Hin und wieder wäre das ja noch zu verschmerzen, aber das passiert leider gefühlt im Minutentakt. Ansonsten bietet das IFE wie gesagt noch einige Spiele. Die sind soweit alle ganz gut und man kann sogar gegen andere Passagiere spielen. Was mir allerdings fehlt, ist der Zugriff auf die Außenkameras, wie es ihn bei Lufthansa gibt. Gerade bei Start und Landung fand ich die Perspektiven super, um sich orientieren zu können. Außerdem fand ich die Fernbedienung etwas nervig. Mal musste ich mehrfach drücken, bis der Befehl endlich ankam, mal sprang das System komplett an den Anfang zurück. Der Touchscreen bei Lufthansa reagierte da meiner Meinung nach zuverlässiger. Für die Spiele ist die Fernbedienung aber natürlich unverzichtbar.

Immerhin gibt es bei Singapore Airlines eine richtige Speisekarte. Fein, fein.

Auch wenn man nur bei den Hauptgerichten zwischen zwei Optionen wählen kann.

Nach etwa einer Stunde in der Luft trafen wir dann auf die britische Insel.

Dort gab es dann auch das erste Essen. Kai Krapow in meinem Fall.
Durchaus in Ordnung, aber nicht ganz mein Fall. Das Obst war aber schön knackig. Nach fast fünfeinhalb Stunden Flug erreichten wir das kanadische Festland, wo leider nur eine geschlossene Wolkendecke bewundert werden konnte.

Über Kanada gab es dann die zweite Mahlzeit auf diesem Flug.

Ich entschied mich für das Rindfleisch, das Hähnchen wäre aber glaube ich eher mein Geschmack gewesen.
Positiv überrascht hat mich dagegen das Eis zum Nachtisch. Auch wenn es "nur" ein Magnum mit recht harter (weißer) Schokolade war, aber es war das erste Mal, dass ich in einem Flugzeug ein Eis bekommen habe.

Gut eine Stunde vor der Landung überquerten wir Québec City am Sankt-Lorenz-Strom.

Hier hatten wir zur Abwechslung auch mal wieder freie Sicht nach unten.

Wir flogen zunächst an New York vorbei. Der Anflug erfolgte somit von Süden.

Derweil trat der Kapitän schonmal ein wenig auf die Bremse.

Eine letzte Kurve über dem Atlantik.

Schließlich tauchten die ersten Gebäude New Yorks auf.

Gelandet wurde ziemlich genau 8 Stunden nach dem Takeoff wie erwartet auf der 31L - und das nicht gerade sanft.

Beim Bremsen gibt es einen netten Einblick auf die Mechanik der Klappen.
Wer konnte, nutzte zur Einreise einen der zahlreichen Automaten. Das geht an sich zwar schön schnell und einfach, man muss aber trotzdem nochmal kurz an einem Beamten vorbei. Und dafür musste man dann doch länger anstehen, als an der "normalen" Einreisekontrolle. Einfach weil hier viel weniger Beamte im Einsatz waren. Dennoch ging die Einreise wesentlich schneller als damals in San Francisco. Die Koffer lagen derweil schon auf dem Kofferband und so konnten wir schon bald in Richtung Ausgang gehen. Dort wurden wir bereits von Dirk erwartet, der uns sogleich in Richtung Bus lotste. Nachdem die Koffer verladen und endlich die gesamte Gruppe beisammen war, konnte die Tour also beginnen. Während wir sofort den ersten Park ansteuerten, zeigten Dirk und Markus als Reiseleitung erstmals ihre Rednerkünste. Die Gruppe wurde begrüßt, auf die Regeln eingeschworen und natürlich auch darauf vorbereitet, was sie in den nächsten 16 Tagen alles erwarten würde. Außerdem lernten wir unseren Busfahrer Wilson kennen, der bei der Gruppe schnell Sympathie gewinnen konnte.

Unterwegs gab es die erste Filmkulisse zu sehen. Die "UFO-Türme" der Weltausstellung 1964 aus Men in Black.

Und beim Überqueren der Bronx-Whitestone Bridge auch den ersten Blick auf die Skyline von Manhattan.
Etwa dreieinhalb Stunden nach unserer Landung auf dem JFK-Airport rollten wir dann auch schon auf den Parkplatz des ersten Freizeitparks...
Fazit: Singapore Airlines genießt einen sehr guten Ruf. Tatsächlich ist das Platzangebot ein wenig größer als beispielsweise bei der Lufthansa. Auch die Speisekarte macht einen netten Eindruck, das Essen selbst war aber nicht so ganz mein Fall (auch wenn es von der Qualität natürlich absolut in Ordnung war). Der Service war eigentlich schon fast zu viel, wann soll man denn da noch in Ruhe seinen Film schauen?
Wobei, die Filme waren durch das Ruckeln ja eh nicht zu genießen. Also in Sachen IFE konnte mich Singapore leider gar nicht überzeugen. Also auch Singapore Airlines hat Nachteile (und zwar nicht nur den leicht höheren Preis).
