USA - Reachin' New Heights
Playland Park (06.06.2015)
Wie schon im Anreise-Thread erwähnt, ging es nach der Landung in New York ohne Zwischenstopp sofort auf Countjagd. Knapp eine Stunde dauerte die Fahrt bis kurz vor die Grenze zum Bundesstaat Connecticut. Ursprünglich hätte das berühmte Coney Island den Tourauftakt bilden sollen, doch diverse Veranstaltungen brachten den Tourverlauf ein wenig durcheinander. So rückte Coney Island als Ersatz für Morey's Piers an den Schluss der Tour und der Playland Park in Rye kam neu hinzu. Dieser Park, den ich persönlich bis dahin so gar nicht auf der Rechnung hatte, sollte nun also unsere 16-tägige Tour einläuten.
Am Parkplatz kam es dann allerdings schon zur ersten Verzögerung. Eine Schranke - den genauen Typ und seine Funktionsweise kann Dirk sicherlich besser beschreiben als ich
- versperrte uns den Weg. Anscheinend muss man hier erst an der Kasse seine Tickets kaufen, bevor man auf den Parkplatz darf. Nachdem er das Sicherheitspersonal aufgeklärt hatte, durften wir den Bus dann doch parken, während Dirk per Quad zur Kasse chauffiert wurde.

An einem von mehreren Eingängen hieß es für uns dann erstmal warten.

Gar nicht so leicht, wenn gleich nebenan ein alter Woodie seine Runden dreht.
Als Dirk dann endlich kam, wurden schleunigst die Wristbänder verteilt und die Meute stürmte den Park. Zusätzlich gab es noch für jeden eine Art Turnbeutel, in dem sich eine Plastik-Sonnenbrille und ein Wasserball befanden - natürlich alles mit Logo des Parks. Die wurden aber erst später im Bus verteilt.

Über die kleine "Mainstreet" mit diversen Spielbuden...

führte uns der Weg direkt zur Hauptattraktion des Parks.

Gemeint ist natürlich der 1929 eröffnete Dragon Coaster.

Vor der Bahn steht noch ein altes Frontcar von damals.

Inzwischen sind die Züge ein wenig moderner.

Trotz "nur" 24 Metern Höhe ist die Bahn mit über einem Kilometer Strecke überraschend lang.

Namensgebendes Highlight ist die Fahrt hinein ins Drachenmaul.

Einmal im Tunnel um die Kurve.

Und dann wird man auch schon wieder ausgeschieden.

Ja wo sind denn alle hin?
Die Fahrt ist jetzt schon relativ lange her, aber als wirklich besonders ist sie mir nicht in Erinnerung geblieben. Sie ist halt schön lang, für ihr Alter recht ruhig, und das Drachenmaul ist auch ganz gut gemacht. Airtime sucht man aber meist vergebens. Der Nostalgiefaktor - immerhin sind die Bremsen noch rein mechanisch über große Hebel zu bedienen - reißt das aber wieder etwas raus. Zumindest eine Fahrt sollte man schon machen, wenn man mal in der Nähe ist.

Geht man am Dragon Coaster entlang, trifft man am Ende des Parks auf den zweiten Count.
Die Crazy Mouse ist ein Zig Zag Coaster von Zamperla. In den kleinen Mäusen Platz genommen, überraschte mich die durchaus ruhige Fahrt doch etwas. Für eine Wilde Maus fast schon erschreckend gut fahrbar.

Nach dem zweiten Haken führte uns der Weg am Musik Express vorbei auf die andere Seite des Parks.

Denn dort wartete Haken Nummer drei auf uns.

Ein Zamperla Volare namens Superflight.

Mein erster um genau zu sein...
Gleich vorweg: Ich werde wohl kein Freund dieser Dinger werden. Anders als bei B&M oder Vekoma steht man hier im Grunde einfach auf einer Leiter, den Bauch legt man auf die Plastik-Gondel und vorne hat man zwei Griffe für die Hände. "Gesichert" wird man dann von einem Gitter, das von oben runterklappt, bevor die gesamte Gondel dann auf den Bauch gelegt wird. Allerdings wird man von diesem Gitter nicht wirklich gehalten. Im Gegenteil, es berührte mich noch nicht einmal. Gerade in den beiden Rollen war mir das daher nicht so ganz Geheuer. Und die Fahreigenschaften sind auch nicht die besten...

Quasi gegenüber steht noch ein dritter Zamperla-Coaster.

Von diesem Typ sollten noch einige weitere auf der Tour folgen.

Die Kinder-Wippe daneben war außer Betrieb.

Im nahegelegenen Kinderland gibt es sogar noch eine fünfte Achterbahn.

Bei diesem kleinen Woodie von 1928 sind Erwachsene allerdings tabu.

Schade, aber das wussten wir ja schon im Vorfeld.
Von Parkseite wäre man wohl bereit gewesen, uns fahren zu lassen. Allerdings nur außerhalb der normalen Öffnungszeiten, damit die normalen Besucher nicht sehen, dass es eben doch geht. Das passte aber leider nicht in den Tourplan rein.

Auch sonst hat das Kinderland einiges zu bieten - also für Kinder.

Nach der Pflichterfüllung konnten wir uns nun dem Rest des Parks widmen - auch wenn ich selbst es nicht bis an den Teil am Wasser geschafft habe...

Der ein oder andere durfte sein Schlüsselband nach dem Double Shot vom Boden aufsammeln.

Auch die Geisterbahn wurde getestet. Nicht schlecht, aber ein Gehörschutz fürs nächste Mal wäre eine Überlegung wert.

Die zweite Geisterbahn habe ich nicht geschafft, soll aber auch nicht so besonders gewesen sein.

Dafür haben wir in einer größeren Gruppe ordentlich "geWHIPt".

Macht wirklich Laune, wenn man erst gegen die Innenbande knallt und dann kräftig nach außen geschleudert wird.
Und dann mussten wir uns auch schon so langsam darauf einstellen, dem Park Lebewohl zu sagen, denn nach gut zwei Stunden sollte es auch schon wieder weitergehen. So trennten sich unsere Wege nochmal kurzzeitig, denn einige gingen schon direkt zum Bus, andere wollten noch Wildwasserbahn fahren, und ich wollte unbedingt noch das Pferdekarussell ausprobieren. Das Pferdekarussell? Ja, denn es handelt sich hier um ein ganz spezielles Karussell, von dem es weltweit wohl nur noch drei Stück gibt (Nummer zwei steht wohl in Cedar Point, da hab ich es aber völlig übersehen; das dritte befindet sich im Blackpool Pleasure Beach). Die Besonderheit ist die Rotationsgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h, weshalb man vor der Fahrt auch genauestens eingewiesen wird, wie man zu sitzen hat. Nämlich das innere Bein nach unten, das äußere nach oben. Und während der Fahrt den Körper schön nach Innen lehnen. Das wird über Lautsprecher immer wieder durchgesagt. Für den Fall, dass jemand die Anweisungen nicht umsetzt, springt aber auch schonmal einer der Mitarbeiter bei voller Fahrt auf und "richtet" die Person entsprechend korrekt aus...

Wenn man mal da ist, unbedingt fahren!

Die schwitzigen Hände hatte ich danach nicht nur wegen der Temperaturen...
Das Karussell wurde übrigens von Frederick Church entwickelt und gebaut, der auch für den benachbarten Dragon Coaster verantwortlich zeichnete. Nach der relativ langen Fahrt ging es dann auch für mich zurück zum Bus, wo sich bereits der größte Teil der Gruppe eingefunden hatte. Denn nach der kurzen Stippvisite im Playland sollte heute noch ein zweiter Park angefahren werden...

Auf Wiedersehen, Playland!
Fazit: Den Playland Park hatte ich überhaupt nicht auf der Rechnung, er war aber ein super Einstieg in die Tour. Zwar sind die (neueren) Achterbahnen nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, aber gerade die beiden Woodies (auch wenn wir nur einen davon fahren durften) versprühen einfach ihren ganz eigenen Charme. Generell wirkt der Park doch ein wenig altertümlich, moderne Attraktionen sind zwar vorhanden, erschienen mir persönlich aber fast schon wie Fremdkörper. Highlights sind definitiv The Whip und der Derby Racer.
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