
Den næste Juvelen
Fährüberfahrt Oslo - Frederikshavn (23.-24.06.2016)
Von Tusenfryd aus machten wir uns gegen 17 Uhr pünktlich auf die relativ kurze Fahrt nach Oslo, denn die Fähre zurück nach Dänemark würde definitiv nicht warten. Zielstrebig steuerte Sami den Hafen an, wo es zunächst nochmal aussteigen und sich auf die bevorstehende Fährüberfahrt vorbereiten hieß. So wurden die Bordkarten verteilt, die zugleich unsere Zimmer- oder besser gesagt Kabinenschlüssel waren. Die großen Koffer blieben im Bus. Alles was wir brauchten, hatten wir am Abend zuvor in unsere Taschen packen sollen.

Der Großteil von uns wartete im Abfertigungsgebäude, ob auch jemand kurz in der Stadt war, weiß ich jetzt nicht.

Nach einiger Zeit begaben wir uns durch die Sicherheitskontrolle. Dahinter war schon ein Modell unserer Fähre ausgestellt.

Das echte Schiff war aber noch nicht da, also hieß es weiter warten.

Eine knappe Stunde nach unserer Ankunft am Hafen driftete der Pott endlich um die Ecke.

Ganz vorsichtig parkte die 1981 in Dienst gestellte Stena Saga rückwärts ein. Damals hieß sie allerdings noch Silvia Regina.

Nach der Übernahme durch die Stena Line wurde sie 1991 zunächst in Stena Britannica umbenannt, ehe sie 1994 den heutigen Namen erhielt.

Das 166 Meter lange und 28 Meter breite Bötchen hat doch schon die oder andere Parkdelle davongetragen.
Bevor wir jedoch an Bord gehen konnten, mussten die vorherigen Passagiere natürlich erst runter und die Kabinen wieder hergerichtet werden. Bei bis zu 2.000 Passagieren kann das schon ein wenig dauern. Deswegen gab es ein kleines Unterhaltungsprogramm, wobei die Livemusik dann doch eher den Geschmack der älteren Generation getroffen haben dürfte. Gegen 19 Uhr durften wir dann endlich aufs Schiff und unsere Kabinen suchen. Je nach Lage kann man sich dabei sicherlich schön in den engen Gängen verlaufen, wir hatten aber eine Kabine, die vom Treppenhaus relativ gut zu finden war.

Nein, groß sind die (günstigeren) Kabinen wahrlich nicht. Aber allzu lange würden wir sie ja eh nicht brauchen.

Nach dem ersten Blick ins Zimmer trafen wir uns an Deck, von wo wir das Auslaufen miterleben wollten.

Von dort oben hatte man eine nette Aussicht auf die Stadt rundherum.

Rettungsboote sind auch vorhanden. Sehr beruhigend.

Bei dem roten Bogen dachte ich auf den ersten Blick, da stünde eine Achterbahn. Es war aber nur eine Betonpumpe...

Ans Hafenbecken grenzt auch die 2008 eröffnete neue Oper. Die Skulptur davor wurde von Caspar David Friedrichs Eismeer inspiriert.

In dieser Richtung sollten wir alsbald Norwegen verlassen.

Der hübsche Segler fuhr leider ohne Segel.

Wir übrigens auch.

Es war doch relativ viel Verkehr auf dem Wasser.

Plötzlich bemerkte jemand Feuer im etwas entfernten Jachthafen.

Von unserer Position sah es so aus, als würde eine Jacht brennen. Die vielen Schaulustigen irritierten uns allerdings.

Später konnten wir sehen, dass es sich "nur" um ein Sankt-Hans-Feuer zur Feier des Mittsommerfestes handelte...

Kurz nach 20 Uhr liefen wir dann endlich aus.

Hinaus auf den 118 km langen Oslofjord.

Ein Blick zurück auf Olso mit dem Holmenkollbakken, der angeblich ältesten Skisprungschanze der Welt.

Vorbei an der mittelalterlichem Festung Akershus.

Das 2012 erbaute Astrup Fearnley Museum für moderne Kunst.

Süß, der kleine Leuchtturm. Der kleine Felsen dahinter eher nicht so...

Und davon gab es im Fjord noch einige mehr.

Ebenso wie ein paar größere und kleinere Inseln.

Einfach eine wunderschöne Natur.
Aber wir konnten ja schlecht die ganze Fahrt dort oben stehen bleiben. Langsam wurde es Zeit, sich ein wenig frisch zu machen fürs Abendessen. Der Großteil der Gruppe hatte nämlich das Abendbuffet gebucht, welches zwar recht teuer erschien, aber letztlich jeden Euro wert war. Sehr lecker, gute Auswahl und ein perfekter Ausklang des Tages. Den einige von uns noch an Deck bei ein paar Bier und Co fortsetzten, obwohl es in der Dunkelheit doch schon recht kühl geworden war und es leicht nieselte. Es war dann auch schon deutlich nach Mitternacht, als ich mich ins kleine Bett verzog. Allzu lange war die Nacht also wieder nicht, ab 6:30 Uhr wurde bereits das Frühstücksbuffet serviert.

Spieglein, Spieglein an der Decke... Kurz vor halb 8 erreichten wir Frederikshavn.

In einer ziemlich dicken Nebelsuppe.
Nachdem wir unseren Bus in diesem Nebel wiedergefunden hatten, ging es aber auch schon direkt weiter mit Tag 8 und dem nächsten Freizeitpark...
