31.01.2025: Kristall Palm Beach
+ Deutsche Quizmeisterschaft 01./02.02.2025
Neben dem Achterbahnfahren ist das Quizzen meine große Leidenschaft. Insbesondere vor dem TV. Ende 2022 bin ich dann dem Deutschen Quiz-Verein beigetreten, wo ich nun in meine dritte Saison der Online-Liga gestartet bin - die mir leider immer wieder aufzeigt, wie viel ich dann doch nicht weiß. Aber natürlich gehören auch Präsenz-Quizze dazu. So reise ich zum monatlichen Deutschland-Cup immer wieder nach Dillingen/Saar und zur ersten Rheinland-Pfälzischen Quizmeisterschaft war ich im vergangenen November in Wiesbaden (sic!).
Nun wollte ich erstmals an der Deutschen Quizmeisterschaft teilnehmen, die 2025 am Wochenende 1./2. Februar in Fürth abgehalten werden sollte. Ungünstigerweise fand zu dieser Zeit auch die Spielwarenmesse im benachbarten Nürnberg statt, weshalb die Hotelpreise astronomisch waren. Daher hatte ich die Abreise doch auf Sonntagabend vorgezogen, auch wenn ich schließlich etwas außerhalb doch recht preisgünstig übernachten konnte. Anreisen musste ich aber definitiv schon am Freitag, sodass ich mir Gedanken über eine Beschäftigung für den Abend machte. Fündig wurde ich relativ schnell südlich von Nürnberg in Stein. Und so ging es am 31. Januar schon wieder nach Bayern..
Idealerweise wäre ich nach Koblenz und von dort mit dem ICE direkt nach Nürnberg gefahren. Leider hatte mein Arbeitgeber keine Rücksicht auf meine Reiseplanung genommen und die Strecke nach Koblenz für Bauarbeiten gesperrt. Da ich mir den Schienenersatzverkehr nicht antun wollte, nahm ich also die umständliche Variante mit Start um 6:33 Uhr in Trier. Per Regionalexpress ging es statt nach Koblenz in die andere Richtung über Saarbrücken nach Mannheim. Dort wechselte ich in einen leicht verspäteten ICE nach Stuttgart - der wegen einer Türstörung allerdings nicht losfahren wollte. Die angebotene Umsteige-Chance ließ ich verstreichen, denn ich hatte ja Zeit. Nachdem meine beiden Alternativ-ICEs (zumindest nach Plan) weg waren, kam jedoch die Durchsage, dass die Fahrt wohl ausfallen müsse, weil sich die Störung nicht beheben lasse. Da hatte ich wohl zu hoch gepokert.
Kaum eine Minute später - der Großteil der Passagiere stand bereits im Gang und wartete auf die Freigabe der Türen zum Aussteigen - setzte sich der Zug dann plötzlich doch in Bewegung. Nachdem wir mehrmals nur wenige Meter vorgezogen waren und wieder gestoppt hatten, machte sich der Zug schließlich doch auf den Weg nach Stuttgart. Geht doch. Und zwar mit optimaler Verspätung von am Ende 50 Minuten, denn genau diese Zeit hätte ich sonst in Stuttgart auf dem kalten Bahnsteig statt im warmen ICE sitzend verbracht. So konnte ich nun direkt in den gegenüberstehenden RE nach Nürnberg wechseln. In der größten Stadt Frankens hatte ich dann wieder rund 40 Minuten Aufenthalt. Die Zeit nutzte ich, um mir schonmal anzuschauen, wie ich später mit weniger Zeit zur U-Bahn kommen würde. Und um eine Kleinigkeit beim goldenen M zu essen. Die finale Etappe absolvierte ich ebenfalls mit einem RE, der mich innerhalb von 10 Minuten nach Siegelsdorf brachte, wo ich nach knapp achtstündiger Reise (über Koblenz wären es im Idealfall nur etwa sechs Stunden gewesen, dann hätte ich aber auch keine so großzügigen Umsteige-Puffer gehabt) schließlich pünktlich um 14:16 Uhr ankam.
Unweit des Bahnhofs im Ortsteil von Veitsbronn hatte ich ein Einzelzimmer im Gästehaus Boxenstopp gebucht. Der Check-Inn sollte zwar erst ab 15 Uhr möglich sein, aber ich hatte gehofft, das Zimmer vielleicht schon etwas früher beziehen zu können. Allerdings war die Haustür verschlossen und auch auf die Klingel reagierte niemand. Ich schlenderte also erstmal unter der Bahnbrücke hindurch zum Norma, um auszuchecken, wie viel Zeit ich fürs Besorgen des Frühstücks am nächsten Morgen einplanen müsste. Auch bei meiner Rückkehr war noch niemand vor Ort, also rief ich mal die an der Tür hängende Telefonnummer an. Etwas besorgt vernahm ich die Aussage des Gastgebers, dass er gar keine Reservierung gesehen habe, er sei aber gerade von der Arbeit angekommen. Quasi im gleichen Atemzug kam auch schon seine Frau um die Ecke, nahm den Zimmerschlüssel aus dem Schlüsselsafe und führte mich in den ersten Stock, wo sich augenscheinlich drei Zimmer befinden - mein Einzelzimmer, sowie mutmaßlich ein Doppelzimmer und ein Dreibettzimmer. Letzteres verfügt über ein eigenes Bad, Einzel- und Doppelzimmer teilen sich ein Bad, sowie die separate Toilette. Deswegen hatte ich zunächst gezögert, aber der Preis von 79€ für zwei Nächte war einfach unschlagbar. Und da ich offenbar der einzige Gast war, fühlte es sich eher nach privatem Ferienhaus an. Im Treppenhaus stand zudem ein frei nutzbarer Kühlschrank, eine Mikrowelle, Tassen, Teller und Besteck, und man konnte sich auch kostenfrei Kaffe oder Tee kochen.

Und ich nehme schonmal vorweg: So gut habe ich auswärts selten geschlafen.

Direkt gegenüber meines Zimmers befand sich das Gemeinschaftsbad.

Und zwischen meinem Zimmer und dem Treppenhaus die schmale Toilette. Beides wohl ohne Heizung und entsprechend etwas arg frisch.

Trotzdem ein super Preis-Leistungs-Verhältnis. Alle anderen akzeptablen Unterkünfte hätten fast das Doppelte oder mehr gekostet.
Nachdem der Check-In dann doch sehr fix und etwas frühzeitiger abgeschlossen werden konnte, packte ich eben meine Tasche aus und machte mich sogleich wieder auf den Weg zurück zum Bahnhof. So konnte ich bereits um 14:51 Uhr - eine knappe Stunde früher als geplant - mit der Regionalbahn zurück nach Nürnberg fahren. Trotz vorherigem Auskundschaften klappte der von Maps geplante Umstieg zur U-Bahn aber nicht und ich musste auf die nächste warten. Aber machte nichts, an der Endhaltestelle Nürnberg Röthenbach der U2 hätte ich den Bus definitiv auch nicht rechtzeitig gefunden. Die Buslinie 63 brachte mich nach kurzer Wartezeit von dort jedenfalls zu meinem eigentlichen Ziel im südlich angrenzenden Stein, das vor allem als Sitz des Schreibwarenherstellers Faber-Castell bekannt ist.

Oder in unseren Kreisen eben für das Kristall Palm Beach, welches ich um 16:10 Uhr erreichte.

Ich machte schnell ein paar Bilder der Rutschen von außen, dann ging ich hinein.
Dass dort im Eingangsbereich der mit 7,5 Tonnen größte einzelne Bergkristall der Welt steht, hatte ich leider völlig übersehen - was mir angesichts der Bilder im Nachhinein völlig unverständlich bleibt. Wann und wie der im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais gefundene Quarzbrocken nach Stein kam, konnte ich aber nicht herausfinden. Das Bad an sich wurde jedenfalls bereits 1979 eröffnet. Leider lassen sich im Netz keinerlei Bilder aus der Anfangszeit finden, sodass ich keinen Vergleich anstellen kann, was von damals noch übrig geblieben ist. Denn wie die meisten städtischen Bäder war auch jenes in Stein ein Zuschussgeschäft, sodass man es 1993 mitsamt der bis dahin aufgelaufenen Verbindlichkeiten in Höhe von 3 Millionen Euro an Heinz Steinhart verkaufte - obwohl der Ex-Bankier 1990 wegen Untreue und Betrugs zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Steinhart sollte seine Anleger um über 260 Millionen Mark geprellt haben. Statt in geplante Spaßbäder in ganz Deutschland verschwanden die Gelder in komplexen Firmengeflechten. Tatsächlich gebaut wurden von Steinhart nur das Aquadrom in Bad Urach 1981 und das Aquadrom in Bochum 1987. Beide mussten Anfang der 2000er Insolvenz anmelden und schließen. Bad Urach wurde inzwischen komplett abgerissen, in Bochum wurden nur die Rutschen entfernt und das Bad nach einem Umbau als Medi Therme neu eröffnet. Weitere Aquadroms hätten in Bremen, Kiel und Saarbrücken entstehen sollen. Außerdem hatte Steinhart 1987 das Miramar in Weinheim und 1992 das Aqualand in Köln übernommen. Und da die Banken Steinhart das Geld für die Übernahme gewährten, sah man auch in Stein keinen Grund, den Deal nicht einzugehen. Der Erfolg gab allen Beteiligten Recht, denn das Kristall Palm Beach wurde seither mehrfach erweitert und mit den Gewerbesteuereinnahmen zeigt sich die Stadt ebenfalls zufrieden. Die drei Spaßbäder führten zwischenzeitlich Steinharts Frau Brigitte (Miramar), sowie die gemeinsamen Söhne Markus (Aqualand) und Andreas (Palm Beach), inzwischen scheint Markus Steinhart überall das Ruder übernommen zu haben.
Hinzu kommt das Kristall-Bäder-Imperium bestehend aus diversen Thermen. So in Bad Klosterlausnitz (1997), Bad Wilsnack und Schwangau (2000), Bad Hönningen (1934 eröffnet, 2001 übernommen), Ludwigsfelde (2006), Altenau (2007), Seelze (2009) und Kochel am See (1972 eröffnet, 2011 übernommen). Letzteres wurde 2014 für ein Jahr geschlossen, nachdem der begonnene Umbau 2013 wegen Unstimmigkeiten mit der Gemeinde gestoppt worden war. 2017 konnte der Umbau schließlich beendet werden. Auch andernorts kam es zu Streitigkeiten zwischen den Kristall Bädern und den Gemeinden. Die 1972 eröffnete Therme in Oberstdorf wurde 1998 übernommen, der Pachtvertrag aber 2004 von Steinhart gekündigt. Den neuen Pächter warf die Stadt 2006 raus, 2018 wurde das Bad geschlossen und für einen Neubau abgerissen. In Lübbenau (1999) und Bad Karshafen (2004) wurden die Thermen 2007 bzw. 2009 von der jeweiligen Stadt übernommen. Und in Werder an der Havel begann der Thermenbau 2011, man kam aber nicht wirklich schnell voran. 2015 erfolgte ein Baustopp und 2016 stieg die Kristall Bäder AG aus dem Projekt aus, erst 2020 wurde das Bad endlich vollendet. Die größte Kontroverse betrifft aber Fichtelberg. Die 2001 eröffnete Therme brannte 2012 komplett ab, nachdem es vorher bereits zu Streitigkeiten zwischen Steinhart und der Stadt gekommen war. Nach dem Brand schoben sich beide Parteien gegenseitig die Schuld dafür zu, dass ein Wiederaufbau auf sich warten ließ. 2016 gab es zwar tatsächlich eine neue Baugenehmigung, doch im Sommer desselben Jahres verstarb Heinz Steinhart im Alter von 73 Jahren an Krebs. 2022 wurde die Ruine schließlich verkauft, das angekündigte Hotel des neuen Investors liegt aber auch schon wieder auf Eis. Das soll jetzt an Off-Topic aber erstmal reichen.
Wie in Erding gibt es auch in Stein verschiedene Tarife, je nachdem ob man die Saunen mitnutzen möchte oder nicht. Ebenso wird auch hier an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien ein Aufpreis in Höhe von 2€ fällig. Und wie im vergangenen Jahr wählte ich auch im Palm Beach den 4-Stunden-Tarif für 24,90€. Eine weitere Parallele zu Erding: Der Zugang erfolgt über ein RFID-Armband, mit dem auch die Schließfächer genutzt werden können. Hier sind sie allerdings nicht schon zugewiesen, sodass ich mich nach dem Umziehen auf die Suche nach einem freien Spind machte. Ich wurde auch recht schnell fündig, aber beim Versuch des Abschließens tat sich absolut nichts. Das erklärte dann auch, warum im gesamten Gang genau dieses eine Fach noch frei war. Also eine Reihe weiter und die Sachen ins nächste Fach gepackt. Dort vernahm ich immerhin ein Piepsen, abschließen wollte sich aber auch dieser Spind nicht. Bevor ich meine Sachen nochmals umsonst herumschleppte, versuchte ich erstmal so, ob sich denn das benachbarte Fach abschließen ließ. Das funktionierte dann auch tatsächlich, sodass ich meine Sachen umpackte und endlich ins eigentliche Bad gehen konnte.
Etwas ernüchternd fand ich den ersten Eindruck, denn vom Umkleidebereich kommend landet man zunächst in einer eher an städtische Bäder erinnernden Halle mit Sportbecken, wobei ich bei meinem Durchgang direkt neben der Kabine der Bademeister noch aufpassenden musste, dass ich mir nicht den Kopf an der Treppe zur Galerie mit Liegen stieß. Am anderen Ende des 25-Meter-Beckens finden sich einige Startblöcke, sowie Ein- und Dreimeterbrett. Es gibt wohl auch noch Umkleiden im Keller, dann kommt man hinter dem Sportbecken im Bereich des SB-Restaurants Hawaii Inn wieder nach oben. Da ich selbst keine Bilder im Bad gemachte habe, nutze ich für ein paar Eindrücke externe Bilder.
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Unter der Galerie gelangt man aber auch sogleich zu den Rutschen. (Quelle: rutscherlebnis.de)
Das Palm Beach besitzt seit 2012 zwei rund 20 Meter hohe Rutschentürme, die unmittelbar nebeneinander stehen. Gleich neben dem Sportbecken befindet sich der Landebereich und dahinter der Treppenaufgang des älteren Turms, der 1995 mit 5 Rutschen von Klarer eröffnet wurde. Gegenüber des Aufgangs befindet sich der Durchgang zum neuen Turm mit 6 Rutschen von Hartwigsen (bzw. Aquarena, der deutsche Hersteller hat 2014 ja den Namen des österreichischen Ablegers übernommen). Alternativ kann man im obersten Stockwerk über den verglasten Skywalk zwischen den Türmen wechseln. Beide Übergänge sind zudem mit Funhouse-Elementen versehen. Unten zwei drehende Tonnen neben einem Spiegeltunnel, oben Wackelböden und Rollen. Der neue Turm erhielt als Future World eine Weltraum-Gestaltung, die auch auf den alten Rutschenturm übertragen wurde, der seither das Space Center bildet. Grundsätzlich hat mir das Thema auch gefallen, hier und da hätte die Umsetzung aber noch konsequenter sein können. Insbesondere der Landebereich der Future World erweckte auf mich eher den Eindruck einer leeren Lagerhalle als eines Weltraum-Schwimmbads, von den ganzen Rutschreifen zwischen den Landebecken mal abgesehen. Im Vergleich zum Galaxy Erding (wo sich das Thema vorwiegend auf die Namensgebung beschränkt), liegt das Kristall Palm Beach gestalterisch aber klar vorne. Auf das Verstecken der notwendigen Technik hat man in Anbetracht des Themas verzichtet und einen großen Filtertank gut sichtbar neben dem Treppenaufgang platziert. Ich startete in der Future World, wo ich mir zunächst einen Reifen für die beiden Reifenrutschen schnappte.

Damit erklomm ich die Stufen bis auf eine Höhe von geschätzten 15 Metern, wo die 202 Meter lange Saturn beginnt.
Nach einer ersten Helix linksherum wird im Grunde eine 8 durchrutscht, die Geraden 1 und 3 befinden sich also direkt übereinander und werden auf der Ebene dazwischen von Gerade 2 gekreuzt. Im Anschluss folgt eine Kurve nach rechts, die schließlich in eine finale Helix nach links übergeht. Dabei bestehen die Kurvenfahrten aus klassischen Röhrenelementen, während die Geraden eher einen ovalen Querschnitt mit flacher Rutschfläche aufweisen, sodass man sich im Einzelreifen recht leicht auch mal drehen kann. Dazu mit diversen Daylight-Effekten versehen. Also vom Aufbau vergleichbar mit der etwas kürzeren Race im Miramar und auch ähnlich unspektakulär. Als familienfreundliches Kapazitätsmonster aber definitiv nicht verkehrt.

Eine Etage tiefer startet mit der Trichterrutsche Super Nova die zweite Reifenrutsche.
Während Saturn auch mit Doppelreifen und sogar Dreierbooten genutzt werden kann, darf man hier offiziell nur mit Einzelreifen rutschen. Immerhin daran hatte sich die Gruppe Jugendlicher vor mir gehalten, es rutschte nur einer von ihnen mit einem Einzelreifen. Die anderen drei oder vier rutschten halt einfach ohne Reifen direkt hinterher. Nunja, sparte mir zumindest ein paar Minuten an Wartezeit. Sobald die Ampel wieder auf Grün sprang, schob auch ich mich mit meinem Reifen in die Super Nova. Mit einer eher flachen Geraden wird schonmal etwas Tempo aufgebaut, ehe es nach einem leichten Schwenk nach links abrupt steil nach unten geht. Mit einer Rechtskurve schießt man dann in einen klassischen Trichter, der die namensgebende Super Nova darstellen soll. Mitten im Trichter lief noch einer der Jugendlichen herum. Bevor ich ihn wegkegeln konnte, war er aber dann doch im zentralen Loch verschwunden. Ich folgte wenige Runden später. Aus dem Trichter heraus geht es zunächst weiterführend mit einer kurzen Rechtskurve, ehe man in einer weiten Linkskurve die finale Saturn-Helix umrundet und parallel zu dieser im Landebereich eintrifft. Insbesondere der Sturz in den Trichter macht mächtig Laune, genau wie in Weinheim.
Anschließend legte ich den Reifen wieder beiseite und widmete mich den Bodyslides der Future World, beginnend mit der zweithöchsten, die eine Ebene oberhalb der Saturn beginnt. Schon der Einstieg in den Transformer ist besonders, denn wo man sonst mehr oder weniger in ein Loch in der Wand springt, ragt die Röhre hier noch ein gutes Stück in den Raum hinein und das Ende ist mit einer Plexiglas-Scheibe verschlossen. Dafür ist die rechte Seite aufgeschnitten, man muss sich also seitlich in die Röhre setzen.
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Interessant aber irgendwie auch unnötig kompliziert. Mein Fall war dieser Einstieg nicht. (Quelle: rutscherlebnis.de)
Hat man es dann doch geschafft, die Beine über die Kante zu wuchten, kann man sich in die dunkle Röhre hineinschieben. Mit Lichteffekten nimmt man in einer Linkskurve bereits ordentlich Tempo auf, anschließend wird man in einer weitestgehend dunklen, endlos scheinenden Rechtshelix schneller und schneller. Nach zwei Umdrehungen wird der Radius deutlich größer, während die Röhre kurz lichtdurchlässig wird, und man verlangsamt wieder etwas. Zum Ende zieht sich die Kurve aber nochmals leicht zu. Laut Webseite sollen in dieser Helix bis zu 3G wirken. Ganz so extrem kam mir der Transformer zwar nicht vor, aber die Rutsche macht auf jeden Fall Spaß. Zumal die Landung für eine derart flotte Rutsche tatsächlich recht sanft ist.

Ebenfalls mit dem seitlichem Einstieg wartet Mars Mission zwei Etagen tiefer auf - direkt neben Super Nova.
Wie man sieht, besteht der Hauptteil dieser Rutsche einfach nur aus einer langen Geraden. Die ist nichtmal wirklich steil, sodass die Geschwindigkeitszunahme eher langsam erfolgt. Aber eben stetig, in die Rechtskurve am Ende der Geraden biegt man mit durchaus nettem Tempo ein. Leider lässt das Gefälle dort noch mehr nach und man bremst entsprechend schnell wieder ab. Nach einer etwas mehr als 180°-Wende folgt nochmal ein leichter Schwenk zurück nach links, bevor man quer zu den Ausläufen der übrigen Rutschen knapp unter der Decke ins Gebäude zurückkehrt. Dank des moderaten Tempos kommt das dort verbaute Glaselement immerhin mal zur Geltung. Hier hat man ausreichend Zeit, den Blick nach unten zu richten, während man immer langsamer wird. Und mit etwas Glück erreicht man wenig später sogar das eigentliche Landebecken direkt am Treppenaufgang des Turms. Der ein oder andere soll aber auch schon vorher in der Röhre stecken geblieben sein. Ich stimme zu, dass Mars Mission nicht unbedingt die beste Rutsche im Palm Beach ist. Trotzdem fand ich das Konzept eigentlich interessant, nur müsste der Ausstieg eben unmittelbar hinter dem Glaselement sein, damit die fehlende Geschwindigkeit nicht so sehr auffällt.
Auf der anderen Seite des Turms geht eine dreifache Racing-Rutsche von der Zwischenebene zwischen Super Nova/ Mars Mission und Saturn ab. Stargate - passend zum Namen mit Wasservorhängen am Ein- und Ausstieg versehen - besteht also aus drei parallelen Röhren, die sofort mit einem kurzen Steilstück beginnen. Auf der anschließenden Geraden sind die drei Röhren miteinander verbunden, lediglich Plexiglasscheiben trennen die einzelnen Bahnen. So sollte eigentlich Sichtkontakt zu den Kontrahenten ermöglicht werden, aber ich konnte nichtmal erkennen, dass die Wände hätten durchsichtig sein sollen - und auch auf sämtlichen Videos, die ich finden konnte, sehen die Fenster ziemlich blickdicht aus. Es folgt ein leichter Schwenk nach links inklusive unterschiedlich großem Jump, damit die drei Röhren die folgende Rechtskurve auf unterschiedlichen Höhen absolvieren können. Dies ermöglicht einen Seitenwechsel, womit alle drei Röhren den gleichen Radius besitzen und keine Spur bevorzugt wird. Ein zweiter Jump nach der Kurve gleicht dann den Höhenunterschied wieder aus, woraufhin eine zweite Gerade mit angeblichem Sichtkontakt folgt. Zum Abschluss geht es dann mit einem richtig großen Jump ins Landebecken, wobei die drei Spuren nur noch von flachen Abtrennungen unterteilt werden.
Die waren schon kurz nach der Eröffnung einem jungen Mann zum Verhängnis geworden. Irgendwie war er dort hängen geblieben und hatte sich zwei Zehen abgerissen. In der Presse äußerte der Hersteller damals die Vermutung, dass der Wasserdruck die aufgesetzte Abtrennung angehoben haben und so ein Spalt entstanden sein könnte, in dem die Zehen dann eingeklemmt wurden. Einen auflösenden Bericht zur Unfallursache konnte ich leider nicht finden. Jedenfalls wurde der Bereich vor der Wiedereröffnung der Rutsche nochmals umgebaut, um eine Wiederholung dieses Vorfalls auszuschließen. Angenehm ist die Landung trotzdem nicht, man schlägt da schon ordentlich ins Wasser ein. Und ich war ja alleine, bei drei parallel ankommenden Rutschern stelle ich mir das noch unangenehmer vor. Schade, denn die Rutsche an sich macht - obwohl eigentlich nur aus Geraden und einer Kurve bestehend - durch das hohe Tempo sehr viel Spaß.

Fehlte nur noch die ganz oben in 19 Metern Höhe startende Doppellooping-Rutsche Pegasus II.
Der große Raum im obersten Stockwerk, an den sich der Skywalk zum alten Turm anschließt, war bis auf den zur Bedienung der Rutsche erforderlichen Bademeister nahezu komplett verwaist. Eine andere Rutscherin wurde gerade noch abgefertigt, dann war ich an der Reihe. Kurze Einführung in die korrekte Rutschhaltung, dann ab in die Kabine und nach Ablaufen des Countdowns öffnet sich auch schon die Falltür und ich sauste in die Tiefe. In den beiden Looping-Schleifen wirken ordentliche G-Kräfte, wobei ich in der zweiten doch schon relativ langsam wurde. Die Landung ist ähnlich sanft wie in Weinheim, insgesamt würde ich den dortigen Hurricane Loop aus der Erinnerung aber tatsächlich als minimal besser einstufen - trotz zwei Meter niedrigerem Start.
Der Einfachheit halber nutzte ich anschließend nochmals den Aufgang des neueren Turms. Statt zur Doppellopingrutsche nach links bog ich aber zum Skywalk nach rechts ab, um in den älteren Turm zu wechseln. Ob der dort quer vor dem Durchgang liegende Doppelreifen absichtlich als Absperrung platziert oder einfach nur achtlos beiseite gelegt worden war, erschloss sich mir zwar nicht, aber den Mitarbeiter an der Loopingrutsche schien es zumindest nicht zu stören, dass ich darüber hinweg kletterte.

Ganz oben im alten Turm starten gleich drei Rutschen direkt nebeneinander.
Den Auftakt im Klarer-Turm bildete für mich die ganz rechts startende Black Hole. Wobei Black (mit dezenten Lichteffekten) tatsächlich nur die erste Doppelhelix ist. Danach wechselt die Röhre zu einem lichtdurchlässigen Blau. So wird eine weitere Doppelhelix, eine Serpentine und eine einfache Helix absolviert, ehe es mit einem Jump ins Landebecken geht. Diesen Jump hätte man gerne irgendwo vorher verbauen dürfen, denn da am Ende sorgt er nur für eine unangenehme Landung, während es der Rutsche vorher definitiv an Tempo fehlt.
Bei der grünen (daher der frühere Name grüner Hai) Voyager in der Mitte wurde das etwas besser gelöst. Auch diese beginnt eher langsam mit einer Doppelhelix, gefolgt von einer anderthalbfachen Helix. Dann folgt der Jump, sodass man leicht beschleunigt in eine weitere Doppelhelix rutscht, ehe eine finale S-Kurve ins Landebecken führt. Trotzdem konnten mich beide Rutschen nicht wirklich überzeugen. Die Länge ist gut (jedenfalls solange man nicht auf das Grünwerden der Ampel warten muss), aber etwas schneller könnten sie gerne sein. Alternativ würden mehr Richtungswechsel auch nicht schaden.
Die ganz links startende dritte Rutsche im Bunde sparte ich mir noch auf. Aus Gründen.
Stattdessen steuerte ich zunächst die etwa auf Höhe von Mars Mission und Super Nova startende Familienrutsche Explorer an, die früher als Moby Dick bekannt war. Dem Zielpublikum entsprechend ist man hier nochmals langsamer unterwegs als bei Voyager und Black Hole, zumal gänzlich auf Jumps verzichtet wird. Trotzdem hat mir das Layout sogar besser gefallen. Zunächst geht es leicht nach rechts, dann leicht nach links, gefolgt von einer längeren Rechtskurve und nach einer Linkshelix folgt als absolutes Highlight eine S-Kurve. Wenn man sich am Anfang ordentlich einschwingt und den bremsenden Ar*** hoch nimmt, schwingt man aus der Helix kommend weit nach links hoch, während die Rutschwand schon wieder zum Linksschwenk abhaut. Für mich ganz klar die beste Passage aller Rutschen im Kristall Palm Beach. Danach geht es wieder ganz entspannt mit einem Schwenk nach rechts ins Landebecken.
Zwischen Explorer und den drei Rutschen ganz oben - so etwa auf Höhe von Saturn - startete mit Hexenklamm (bzw. nach der Umgestaltung Galactica) einst eine weitere Reifenrutsche. Die wuchtige Konstruktion erinnerte leicht an die Wildbäche in anderen Bädern, es wechselten sich also flache Rutschabschitte mit kleineren Zwischenbecken ab. Aus letzteren weiter zu kommen soll aber gar nicht so leicht gewesen sein. Im September 2021 wurde die Rutsche vom Typ Crazy River abgerissen. Ersetzt wurde sie 2022 durch eine zweite Wettkampf-Rutsche namens Space Race, die wiederum von Aquarena geliefert wurde. Möchte man ein Rennen abhalten, kann mittels eines großen Buzzers (sofern er denn funktioniert) die Renn-Ampel gestartet werden. Ansonsten bekommt man halt Grün, sobald die jeweilige Bahn frei ist. Also theoretisch, auch da lief die Uhr öfter durch bis 90 Sekunden oder so - derart langsam kann man eigentlich nicht rutschen. Denn vom Start weg sorgt ein Mini-Jump bereits für ein hohes Ausgangs-Tempo. In zunächst getrennten Röhren unterscheidet sich der Streckenverlauf leicht. Während die rechte Spur nach einer leichten Linkskurve eine längere Gerade aufweist, wird die Linkskurve bei der linken Spur weitergeführt, um anschließend mit einer Rechtskurve wieder zur anderen Spur zurückzukehren. Wieder parallel geht es dann in eine Linkshelix, wobei sich die beiden Röhren für den Rest der Strecke vereinen und nur noch von einer halbhohen Zwischenwand getrennt werden. Auf die Helix folgt eine Wendekurve rechtsherum, dann geht es mit nur noch leichten Verschwenkungen über Geraden zum Landebecken.
Ein rasanter Rutschenspaß, bei dem man insbesondere in den Verschwenkungen am Ende ziemlich herumgeworfen wird. Und gleich im ersten Versuch hatte ich es mit knapp unter 15 Sekunden in die Top 25 des Tages geschafft. Da sollte doch noch was gehen. Aber so richtig trauen kann man der Zeitmessung wohl nicht. Es kam wie gesagt ab und an vor, dass die Zeit gar nicht gestoppt wurde und einfach weiterlief. Es scheint allerdings auch andersrum mal zu früh gemessen zu werden, denn bei allen anderen Versuchen blieb ich (was mir ehrlicherweise auch realistischer erscheint) klar über 20 Sekunden - obwohl ich zumindest gefühlt schneller war als beim ersten Mal. Trotz der Unzuverlässigkeit führte die Zeitmessung dazu, dass Space Race die von mir meistgerutsche Rutsche an diesem Abend war.
Damit fehlte nun lediglich noch die dritte Rutsche im oberen Stockwerk. Ein Drehkreuz vor dem Einstieg und das Mindestalter von 16 Jahren lassen bereits erahnen, dass es beim Turbo Blitz etwas rasanter zugeht als bei den benachbarten Black Hole und Voyager. Zudem gibt es keine Querstange zum Einschwingen, sondern lediglich zwei seitliche Haltegriffe. Schiebt man sich über die Kante, geht es mit einer langen Geraden erstmal steil in die Tiefe, ehe die Röhre - bei gleichbleibendem Gefälle - plötzlich zu einer engen Rechtskurve abdreht. Das ist ein harter Übergang, der sicherlich schon einige Rutscher kalt erwischt haben dürfte. Glücklicherweise war ich durch Carusos Bericht darauf vorbereitet und hatte die Hände hinter den Kopf geklemmt, um keine Kopfnuss zu kassieren. Am Ende der Kurve landet man auch schon mit einem kaum wahrnehmbaren Linksbogen im Landebecken. Und zwar ähnlich sanft wie beim Doppellooping, was nach dem brutalen Kurveneingang durchaus überrascht. So mag ich meine Turborutschen!
Was ich dagegen nicht mag, sind die Bodenbeläge der Rutschentürme. Es gibt wohl keinen Palm-Beach-Bericht ohne entsprechende Kritik.
Und weil das schon beim alten Turm mit seinen Riffelblech-Stufen so war, hat man sich beim neuen Turm etwas noch besseres einfallen lassen und die Böden gefühlt mit grobkörnigem Schmirgelpapier ausgelegt. Angenehm sind beide nicht, aber im neuen Turm werden die Fußsohlen besonders malträtiert. Das Riffelblech empfand ich danach schon beinahe als Wohltat und machte mir persönlich weit weniger aus. Tatsächlich würde ich mir diesen Riffelblech-Boden auch in manch anderem Bad wünschen, denn hier trifft die Bezeichnung rutschhemmend wenigstens mal zu. Wo ich mich in anderen Bädern meist am Handlauf festhaltend oder mit kleinen Tippelschritten fortbewege, konnte ich hier ganz normal gehen, nur ein einziges Mal war ich (auf dem Blech) leicht weggerutscht.
2023 wurde zudem ein kompakter, 9 Meter hoher Wiegand-Turm mit 4 Rutschen im Außenbereich eröffnet. Dort gibt es nun die Breitwellenrutsche Tropical Wave, die 20 Meter lange Kinderrutsche Fini Slide, die 96 Meter lange Jungle Twist mit Tunnel und Glaselement, sowie die Freifallrutsche Coconut Falls. Die waren zu dieser kühlen Jahreszeit aber natürlich noch im Winterschlaf und konnten entsprechend nicht von mir getestet werden.
Wie schon in Erding hätte fürs reine Rutschen der 2-Stunden-Tarif locker ausgereicht. Im Grunde hatte ich nur bei Super Nova wirklich warten müssen (und auch dort waren es nur drei Ampelzyklen, nachdem sich die Gruppe verbotenerweise gemeinsam in die Röhre geschwungen hatte). Ansonsten konnte ich entweder sofort losrutschen, oder musste lediglich auf das Grünwerden der jeweiligen Ampel warten. Da hatte ich am Freitagabend definitiv mehr Andrang erwartet. So war ich in weniger als einer Stunde schon alle Rutschen einmal gerutscht und konnte mich nun in aller Ruhe dem Rest des Bades (mit normalem Fliesenboden
) widmen.

Direkt neben dem Auslauf der Space Race befindet sich die achteckige Halle mit Wellenbecken. (Quelle: nordbayern.de)
In dessen tieferem Bereich mit einem großen, aufblasbaren Kraken, der als Kletterobjekt sehr beliebt scheint. Außenrum finden sich diverse Liegen, Whirlpools und das Restaurant Wave. Über dem Durchgang zu den Rutschen hängt ein großer LED-Screen, auf dem eine Unterwasserlandschaft mit vorbei schwimmenden Fischen gezeigt wird. Leider war die Ecke unten links schon defekt, dort war das Bild zum Teil verschoben, die Ecke selbst war einfach schwarz. An der gegenüberliegenden Stirnseite, quasi auf der Wellenmaschine, findet sich zudem eine Reihe exklusiver Loungebetten, die wohl für 25€ angemietet werden können. Ich persönlich würde mich da allerdings nicht so auf den Präsentierteller legen wollen.

Was ich aber sehr gut gelöst finde, ist der Kinderbereich. (Quelle: lenidolcevita.cz)
Der besteht aus einem Planschbecken mit Spielhäuschen und Kinderrutschen und befindet sich hinter besagten Betten. Eine kleine Wand trennt den Bereich vom Rest des Bades ab. Seitlich davon befindet sich der Zugang zu einem kleinen Außenbecken mit Strömungskanal. Dort war ich aber nicht. Ich war nur eine entspannte Runde durchs Wellenbecken geschwommen und dann einmal außenrum gelaufen, ehe ich gegenüber der (mit Fensterscheiben abgetrennten) Längsseite des Sportbeckens ein anderes Außenbecken aufsuchte.

Dieses wurde 2020 zur Relax-Lagune mit Pool-Bar umgebaut. (Quelle: franke-steinwerke.de)
Vorher befand sich anstelle der Pool-Bar eine große Insel mit vier Whirlpools. Durch den Umbau wurde die Wasseroberfläche also merklich größer, ohne die Maße des Beckens an sich zu verändern. Um dennoch einen halbwegs adäquaten Ersatz für die Whirlpools bieten zu können, wurden an den Außenseiten des Beckens Sprudelliegen installiert. Ausgerechnet dort wo ich saß, wollte es aber irgendwie nicht so richtig sprudeln. Es schien fast so, als käme dort nicht mehr genug Luft an, es reichte immer nur für vereinzelte Blubber-Stöße.
Nach kurzer Zeit verließ ich die Relax-Lagune daher wieder.
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Vorbei am bereits erwähnten SB-Restaurant suchte ich die Kristall Therme des Palm Beachs auf. (Quelle: rutscherlebnis.de)
Die besteht aus vier Thermalbecken, in denen unterschiedliche Mineralien gelöst sind. Dazu kommen in den hintersten Ecken zwei Rosenquarz-Heißwassergrotten. Die sind aber so klein, dass ich sie glatt übersehen hatte. Den Anfang machte für mich aber sowieso zunächst das Pfarrer-Kneipp-Außenbecken. Das wartet mit einer angenehmen Temperatur von 33° und Massagedüsen auf. Auch dort hielt ich mich nicht allzu lange auf, denn rundherum wird das Becken von verschiedenen Gebäudeteilen des Bads und der Saunalandschaft flankiert.
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Trotz eines (hier nicht sichtbaren) hübschen Wandbilds hatte das Becken für mich damit eher einen Hinterhof-Charakter. (Quelle: rutscherlebnis.de)
Innen wechselte ich nach hinten ins Magnesium-/Kalium-Therapiebecken mit 35°. Das ist quasi als großer Whirlpool ausgeführt. Ich suchte mir einen freien Platz und wartete darauf, dass es lossprudelte. Dummerweise war das wohl genau die Mitte der beiden abwechselnd sprudelnden Hälften und ich bekam wieder nur so halbherzige Blubberer mit Unterbrechungen. Also weiter ins mittlere und größte Becken, das Bergkristall-Massagebecken mit 34°. Und dreimal dürft ihr raten, was mich auf der äußersten Sprudelliege erwartete? Richtig, nur vereinzelte Massage-Stöße! Ich dachte schon ich spinne, aber glücklicherweise waren die weiteren Liegen auch frei, sodass ich einmal rüberrutschen und doch noch eine vernünftige Sprudelmassage genießen konnte. Ich hatte kurz überlegt, ob ich das noch verbliebene Lithium-Amethyst-Sprudelbecken mit 35° ganz vorne gleich neben dem Zugang auslassen sollte, stieg aber auch dort für einige Minuten ein.
Das reichte dann aber auch an Entspannung und ich wechselte wieder zu den Rutschen, die ich (fast) alle noch ein zweites Mal probierte, wiederum nahezu ohne Wartezeiten. Wie schon erwähnt, versuchte ich mehrfach meine Zeit beim Space Race zu verbessern. Nicht nur, dass ich laut Zeitmessung eher langsamer als schneller wurde, einmal hab ich mich bei der Landung auch noch an einer Ladung Wasser verschluckt. Den Turbo Blitz wollte ich eigentlich wieder bis zum Schluss aufheben, aber da an den beiden anderen Rutschen oben gerade zwei Jugendliche warteten und die Ampeln dort so ewig rot waren, ging ich dann doch nach links auf den Abgrund zu. Einer der beiden meinte mit einem leicht sarkastischen Unterton: "Ja genau, die ist gut.", woraufhin ich mich mit einem trockenen "Ich weiß." in die Röhre schob. Dabei hörte ich von der Seite nur noch ein ungläubiges: "Alter, der geht da einfach so rein!".
Als ich später nochmal für die anderen Rutschen hoch kam, traf ich einen der beiden wieder, wie er vor der Rutsche stand. Er fragte mich, ob es da nur gerade runter ginge, worauf ich ihm erklärte, dass da unten eine heftige Kurve käme und er am besten die Hände hinter den Kopf nehmen solle. Dass die Ampel mit Durchschreiten des Drehkreuzes rot wird und erst wieder grün wird, wenn man den Rutschbereich unten wiederum durch das Drehkreuz verlässt, hatte er auch nicht so ganz verstanden und erstmal vergeblich auf Grün gewartet. Und als ich zum dritten Mal oben ankam, teilte er die Erkenntnisse gerade auch seinem Kumpel mit, der sich nun ebenfalls die Turbo Blitz hinunter schob. Wie ich dessen Aussagen im Ausstiegsbereich entnehmen konnte, war ihm dieses Erlebnis aber wohl doch eine Spur zu heftig.
Für mich langte es nach insgesamt zweieinhalb Stunden nun auch so langsam. Zum Abschluss setzte ich mich nochmal ins Wellenbecken, denn um 19 Uhr sollte dort die allabendliche Lasershow starten. Schon die Stunde vorher war die Beleuchtung etwas heruntergefahren und die Partymusik aufgedreht worden. Nach einer kurzen Ansage ging nun das Licht komplett aus, und die Laser samt Nebelmaschine an. Sicherlich keine Show, für die man extra nach Stein kommen müsste, aber insgesamt doch ganz nett und vor allem länger als erwartet. Auch der große LED-Screen wurde natürlich in die Show eingebunden.
Danach ging es für mich unter die Dusche, bevor ich zum Trocknen die Solarwiese aufsuchte. Dabei handelt es sich um ein Podest entlang der Längsseite des Sportbeckens, auf dessen Boden ein Sandstrand aufgemalt wurde, während die Decke mit Wärmelampen gespickt ist. Im Center Parcs findet man bei sowas selten eine freie Liege, hier war dagegen reichlich Platz. Lag vermutlich daran, dass hier eben keine Liegen stehen, sondern man auf dem harten Boden liegt. Wirklich bequem ist das nicht. Die Lampen waren offensichtlich auch nicht mehr alle funktionstüchtig und wann sich welcher Platz einschaltet war auch nicht wirklich ersichtlich. Entsprechend wartete ich länger darauf, dass bei mir die Lampen angingen (
), als dass sie dann wirklich wärmten. Also trocknete ich mich doch selbst ab und verließ schließlich kurz nach 20 Uhr das Kristall Palm Beach.
Die Linie 64 brachte mich schließlich wieder nach Röthenbach und die U2 von dort zurück zum Nürnberger Hauptbahnhof. In Siegelsdorf kam ich nach kurzer Fahrt mit dem RE dann um 21:21 Uhr an und legte mich quasi umgehend ins Bett. Denn am nächsten Morgen sollte es nach einem Frühstücks-Einkauf im erwähnten Supermarkt um 8:40 Uhr schon wieder nach Fürth gehen. Vom dortigen Hauptbahnhof brachte mich diesmal die U1 zur Stadthalle, wo der Check-In zur Deutschen Quizmeisterschaft schnell erledigt war.

Rund 450 Quizzer hatten sich an beiden Tagen eingefunden, um sich in drei verschiedenen Disziplinen zu messen.
Am Samstag standen Doppel- und Teamquiz auf dem Programm, wozu ich natürlich erstmal Mitstreiter finden musste. Max Kellerer nahm sich meiner schließlich für das Doppel an. Gemeinsam konnten wir 50,2 Punkte erzielen, es waren also ziemlich genau die Hälfte der 100 Fragen korrekt beantwortet worden. Das reichte immerhin für Platz 88 von 197. Der BR war übrigens mit einem Kamerateam vor Ort und berichtete zwei Tage später in der Abendschau über die Quizmeisterschaft. Aber obwohl die immer wieder am Nachbartisch standen, sieht man mich natürlich nur einmal bei einem kurzen Schwenk durch den Saal (wenn man weiß, wo man gucken muss). Im Anschluss folgte ein K.O.-Quiz, bei dem sich die letzten zehn Quizzer zum Buzzerturnier qualifizierten. Das heißt, nach der dritten falschen Antwort schied man aus und musste seinen Platz verlassen. Bei mir war es bei Frage 16 soweit. Nach Frage 30 standen dann die 10 Sieger fest.
Es folgte die Mittagspause mit Essen im Foyer und anschließend der erste Teil des Buzzerturniers. In der Vorrunde traten jeweils vier Spieler gegeneinander an und mussten anhand von nacheinander aufgedeckten Hinweisen die gesuchte Lösung erraten - idealerweise natürlich vor den Gegnern. Mit zwei korrekten Antworten kam man schon weiter, pro Runde hatten zwei Teilnehmer dieses Glück. Im Achtelfinale waren dann drei korrekte Antworten nötig. Den zweiten Teil des Turniers mit direkten Duellen gab es dann am Sonntag. Nach einer zweiten Pause und den ersten Siegerehrungen (DQV Online-Liga, Deutschland-Cups und Doppel) folgte dann das Teamquiz. Diesmal hatte mich eine etwas betagtere 3er-Truppe aus München aufgenommen. Der Schwierigkeitsgrad der 10 Runden sorgte allerdings für leichten Unmut, abgesehen von der 107%-Regel in der Formel 1 und Bob der Baumeister konnte ich nicht viel beitragen. So erzielten wir nur 35,9 (wieder von 100) Punkte, was dennoch für Platz 50 von 102 reichte - in Runde 8 waren wir mit 6,5 Punkten sogar das 12. beste Team. Mit leicht getrübter Stimmung ging es um 23 Uhr also wieder in die Unterkunft, wo ich mein am Morgen aus dem Supermarkt mitgebrachtes Abendessen in die Mikrowelle schob.
Am Sonntagmorgen leerte ich zum Frühstück den Kühlschrank, ließ mangels Check-Out-Infos den Zimmerschlüssel samt Trinkgeld im Zimmer zurück und machte mich ein letztes Mal auf den Weg nach Führt. Der Tag startete mit dem Höhepunkt der Quizmeisterschaft, dem Einzelwettbewerb. 150 Fragen in zwei Halbzeiten zu je 45 Minuten galt es zu beantworten. Zum Halbwissen fehlten mir am Ende ärgerlicherweise noch 4 korrekte Antworten, ich hatte also 71 Punkte erzielt. Damit hatte ich mein Wunschziel knapp verfehlt, denn der Durchschnitt aller Teilnehmer, den ich natürlich gerne geknackt hätte, lag bei knapp 81 Punkten. Am meisten ärgert mich, dass ich ausgerechnet in meiner sonst im Schnitt besten Kategorie Lifestyle und Technik verhältnismäßig am schlechtesten abgeschnitten hatte. Insgesamt landete ich so auf Platz 305 von 423. Es bleibt also noch ein wenig Luft nach oben fürs nächste Jahr.
Da das angebotene Mittagessen nur wenig Variation zum Vortag bot, begab ich mich zu einer nahen Pizzeria, wo ich mich einigen anderen Quizzern anschließen konnte. Schließlich ging es weiter mit den Buzzer-Duellen, bevor die finalen Siegerehrungen stattfinden sollten. Doch noch vor dem Buzzer-Finale musste ich die Stadthalle leider verlassen, denn ich wollte wie gesagt noch am Sonntag nach Hause fahren. Daher ging es mit der U-Bahn nochmals zum Nürnberger Hauptbahnhof. Von dort sollte um 17:36 Uhr ein ICE bis nach Koblenz durchfahren. Obwohl der keine merklichen Standzeiten unterwegs hatte, sammelte sich bis Koblenz eine Verspätung von über 20 Minuten an, sodass ich davon ausgehen musste den Schienenersatzverkehr nach Cochem knapp verpasst zu haben. Glücklicherweise ging ich trotzdem nach draußen zum Busbahnhof, denn tatsächlich fuhr dort gerade einer der Busse nach Cochem vor. Ich sprang also fix noch hinein und wunderte mich wenig später über den Aushang im Fenster, der über Bauarbeiten in Burgfarrnbach informierte. Das war doch tatsächlich ein Bus aus Fürth! Zufälle gibt's. In Cochem stieg ich dann in den RE nach Trier um und war kurz nach Mitternacht wieder zuhause.
Fazit: Im Grunde könnte ich hier mein Fazit zur Therme Erding fast 1:1 übernehmen. Auch im Kristall Palm Beach wird gerne mal die Fülle bemängelt, davon merkte ich allerdings nichts. Black Hole und Voyager fand ich als Rutschen eher unterdurchschnittlich, die übrigen Rutschen sind aber gut bis sehr gut, insbesondere Super Nova, Stargate, Space Race und allen voran natürlich Turbo Blitz (sowie die S-Kurve von Explorer als honourable Mention). Die Kritik an den Böden der Rutschentürme kann ich absolut nachvollziehen, die sind wirklich nicht sehr angenehm. Wobei der alte Turm echt noch ok ist, der neue ist definitiv schlimmer. Und ausrutschen ist tatsächlich schwer. Von der Therme an sich fand ich Erding deutlich schöner, insbesondere der Bereich rund um das Sportbecken wirkt doch schon ziemlich in die Jahre gekommen. Von den nicht richtig funktionierenden Sprudeldüsen, die ich in quasi allen Becken erwischte, ganz zu schweigen. Nichtsdestotrotz hätte mir ein Bad in den Thermalbecken auch am Abend des Folgetages gut getan, um mich von dem knackigen Teamquiz zu erholen. Ob ich mein passables Ergebnis bei der Deutschen Quizmeisterschaft im kommenden Jahr zu verbessern versuche, wird sich zeigen...
