07.12.2024: Sightseeing Seilbahn Koblenz
Zum Abschluss des Jahres hatte unser Musikverein einen gemeinsamen Ausflug zum Weihnachtsmarkt nach Koblenz mit abschließendem Abendessen geplant. So trafen wir uns am 07. Dezember 2024 um kurz vor 11 Uhr am Wittlicher Hauptbahnhof, um mit dem Regionalexpress nach Koblenz zu fahren. Leider wollten uns die dortigen Kollegen im Stellwerk nicht so recht einfahren lassen, sodass wir schlussendlich erst mit fast 50-minütiger Verspätung in Koblenz eintrafen.
Der Löhrstraße folgend marschierten wir vom Bahnhof in die Innenstadt, wo sich der Weihnachtsmarkt auf mehrere kleinere Plätze verteilt.
Nun bin ich allerdings kein großer Weihnachtsmarkt-Freund und man geht ja auch nicht in der ganz großen Gruppe über den Markt, sondern teilt sich auf und erkundet die Stände in der Regel nur im kleinen Freundes- oder Familienkreis. Da meine Eltern vom Ambiente des Weihnachtsmarkts mit den verteilten Plätzen auch nicht sonderlich angetan waren, griffen sie meine im Vorfeld mal in den Raum gestellte Idee auf, endlich mal die zur Bundesgartenschau 2011 installierte Seilbahn über den Rhein zu testen. Also sie waren schonmal damit zum Ehrenbreitstein gefahren, für mich hatte sich bislang aber noch keine Gelegenheit dazu ergeben. Doch nun sollte es also endlich soweit sein. Leider hatte ich nicht wirklich damit gerechnet und war entsprechend ohne Kamera unterwegs. Ihr müsst euch also mit eher mäßigen Handy-Bildern begnügen. Abseits des Weihnachtsmarkt-Trubels ging es durch die Gassen der Stadt zum Rheinufer, wo sich die Talstation unmittelbar neben der Basilika St. Kastor befindet.

Was einer der Gründe ist, weshalb es die Seilbahn eigentlich gar nicht mehr geben sollte.
Denn ursprünglich war die Seilbahn eben nur zu dem Zweck errichtet worden, die Bereiche der Bundesgartenschau am linken Rheinufer mit jenen auf dem 180 Meter hohen Plateau des Ehrenbreitsteins zu verbinden. Damit wurde ein ökologisch fragwürdiger Bustransfer der Gartenschau-Besucher umgangen. Nach Abschluss der Bauarbeiten startete Deutschlands erste Dreiseilumlaufbahn im Juli 2010 in einen dreimonatigen Testbetrieb, während dem bereits fast 180.000 Fahrgäste die Bahn nutzten. Den Regelbetrieb nahm die von Doppelmayr gebaute und betriebene Anlage mit Eröffnung der Bundesgartenschau im April 2011 auf. Ende des Jahres 2013 sollte Doppelmayr die Bahn dann eigentlich wieder abbauen, um nicht den UNESCO-Welterbe-Status der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal zu gefährden. Ähnlich ging man (ohne das UNESCO-Problem) auch bei der Bundesgartenschau 2023 in Mannheim vor. Dort war die Seilbahn - die zuvor schon in großen Teilen bei der Floriade 2022 in Almere im Einsatz war - tatsächlich mit Beginn des Jahres 2024 wieder zurückgebaut und im österreichischen Kappl zur Modernisierung der dortigen Diasbahn genutzt worden. In Koblenz forderte eine Bürgerinitiative dagegen recht bald den Weiterbetrieb der Seilbahn über den geplanten Zeitraum hinaus, Ende 2012 sprachen sich in einer repräsentativen Umfrage unter 500 Bürgern fast 90% für den dauerhaften Erhalt der Seilbahn aus. Tatsächlich bestätigte die UNESCO zunächst auch, dass die Koblenzer Seilbahn welterbeverträglich sei. Und auch Doppelmayr, bzw. die für den Betrieb zuständige Tochtergesellschaft Skyglide Event Deutschland stand einem Weiterbetrieb positiv gegenüber, sodass mit einer Anpassung des Flächennutzungsplans zunächst zwei weitere Betriebsjahre ermöglicht wurden.
Ein Gutachten des internationalen Rats für Denkmalpflege (ICOMOS) kam 2013 jedoch zu dem Schluss, dass die Talstation die historische Blickbeziehung der Basilika St. Kastor zum Mittelrheintal störe, weshalb die Seilbahn umgehend abgebaut werden müsse. Dagegen demonstrierten 3.500 Menschen, es wurden 100.000 Unterschriften gesammelt, und sogar die Bundesregierung warb bei der UNESCO für das Fortbestehen der Seilbahn. Mit Erfolg, wenige Tage später gab es auf der 37. Sitzung des Welterbekommitees doch die Erlaubnis, die Seilbahn bis einschließlich 2025 zu betreiben und erst 2026 abzubauen. Inzwischen wurde die befristete Betriebsgenehmigung nochmals bis 2030 verlängert, sodass die Seilbahn auf jeden Fall auch während der Bundesgartenschau 2029 im Oberen Mittelrheintal - eben auch wieder mit Standorten in Koblenz - noch fahren wird. Um endlich eine dauerhafte Genehmigung für die Seilbahn zu erhalten, fordert die UNESCO allerdings eine Umgestaltung von Tal- und Bergstation. Die nach einem Architektenwettbewerb ausgewählten Siegerentwürfe des norwegisch/ US-amerikanischen Architekturbüros Snøhetta - bzw. dessen Niederlassung in Innsbruck - müssen nun von der UNESCO abgesegnet werden. Für mich persönlich fügen sich die Entwürfe zwar nicht wirklich so viel besser in die Umgebung ein, als die aktuell rahmengestützte Membrankonstruktion, aber mich fragt ja zum Glück niemand.
Aus technischen Gründen (z.B. leichtere Revisionen und Wartungen) fallen die neuen Stationen aber tatsächlich eh größer aus als die alten, die ja nur als Provisorium gedacht waren. Kosten soll der Umbau schätzungsweise 10-12 Millionen Euro - die ursprünglichen Baukosten der ganzen Seilbahn lagen übrigens bei rund 12 Millionen Euro...
Ein Schnäppchen ist die Fahrt mit einem Preis von 14,90€ (bzw. inzwischen 15,50€) für Berg- und Talfahrt nicht. Es werden aber auch Monats- und Jahreskarten angeboten, die wohl insbesondere von den Anwohnern rund um das Ehrenbreitstein-Plateau auch zum Pendeln genutzt werden. Entsprechend gibt es auch Forderungen, die Seilbahn in den städtischen ÖPNV zu integrieren. Eine der Kabinen ist auch tatsächlich mit einer entsprechend angepassten Sitzanordnung und einem Infosystem ausgestattet als Beispielkabine für eine ÖPNV-Seilbahn ausgestattet worden - während eine zweite Spezialgondel mit Glasboden unterwegs ist. Außerdem gab es kürzlich einen Feldversuch der Hochschule Darmstadt in Zusammenarbeit mit DHL, bei dem Pakete mit der Seilbahn zum Plateau gebracht und dort per Lastenfahrrad in den umliegenden Wohngebieten verteilt wurden.

An diesem Sonntagnachmittag hatten wir bei der Bergfahrt eine der 18 Gondeln für uns alleine.
Jede der 35 Personen fassenden Gondeln trägt den Namen einer Region - Mosel, Mittelrhein, Westerwald, Eifel, Rheinhessen, etc. - samt passendem Zweizeiler. Im Regelfall schweben die Gondeln mit einer Geschwindigkeit von 4,5 m/s (gut 16 km/h) über den Rhein, womit bei voller Auslastung 3.000 Personen pro Stunde in jede Richtung transportiert werden können. In Spitzenzeiten kann die Geschwindigkeit aber auch auf 5,5 m/s (fast 20 km/h) erhöht werden, sodass die Seilbahn eine maximale Förderleistung von stolzen 7.600 Personen pro Stunde (beide Richtungen zusammen) erreicht - womit es sich um die Luftseilbahn mit der höchsten Förderkapazität in Deutschland handelt. Zur Eröffnung soll die Bahn dahingehend sogar weltweit führend gewesen sein.

Besonders interessant finde ich die dem schrägen Verlauf der Bahn gegenüber dem Rheinufer geschuldete Konstruktion der ersten Stütze.

Die nächste Stütze erreicht man erst 850 Meter später auf dem Ehrenbreitstein-Plateau unmittelbar vor der Bergstation.

Dazwischen hängen die drei Seile völlig frei in bis zu 40 Metern Höhe über dem Rhein.

Als Dreiseilumlaufbahn kommen neben dem umlaufenden Zugseil auch zwei Tragseile pro Richtung zum Einsatz.
Insgesamt gibt es also vier dieser 1.135 Meter langen Tragseile, die zwischen den beiden 890 Meter voneinander entfernten Stationen gespannt sind. Komischerweise gibt der Aufsteller ein Gewicht von 18,6 Tonnen pro Tragseil an, während die eigene Homepage von nur 17 Tonnen spricht. Das 2.125 Meter lange Zugseil, welches für ein kontinuierliches Vorankommen der auf den Tragseilen ruhenden Gondeln sorgt, ist ob des geringeren Durchmessers mit fast 14 Tonnen etwas leichter. Der Antrieb des Zugseils ist in Form eines 956 kW starken Elektromotors in der Bergstation untergebracht.

Nach dem Verlassen der Talstation bietet sich ein toller Blick aufs nahe Deutsche Eck.

Hier mündet die Mosel unter dem wachsamen Auge von Kaiser Wilhelm I. in den Rhein.
Deutsches Eck - beziehungsweise ursprünglich Deutscher Ordt - bezeichnete ursprünglich das Gelände der Kastorkirche und des ehemals angeschlossenen St.-Nikolaus-Krankenhauses, welches Erzbischof Theoderich von Wied 1216 wohl zur Sicherung der örtlichen Krankenpflege den Rittern des Deutschen Ordens geschenkt hatte. Zwischen der Basilika und der Moselmündung errichtete der Orden wenig später eine Niederlassung (Kommende), die schließlich zur Ballei (Verwaltungssitz) der Ordensprovinz Koblenz wurde - heute ist der Bau als Deutschherrenhaus bekannt. Im 19. Jahrhundert wurde eine Mole (als quasi letzter Ausläufer des Hunsrücks zunächst als Honsschwanz, also Hundsschwanz bezeichnet) errichtet, die das damalige Deutsche Eck mit einer vorgelagerten Sandbank verband und so einen Nothafen an der Mündung der Mosel bildete. Nach dem Tode Kaiser Wilhelms suchte man einen Standort für ein Denkmal, sein Enkel Wilhelm II. wählte unter den Bewerbern schließlich Koblenz. So wurde der ehemalige Nothafen zugeschüttet und es entstand eine künstliche Landzunge in der Moselmündung, die schließlich die Bezeichnung Deutsches Eck übernahm. Das insgesamt 37 Meter hohe Reiterstandbild, das Wilhelm I. in Begleitung der Siegesgöttin Viktoria zeigt, wurde nach dreijähriger Bauzeit 1897 eingeweiht. 1945 wurde die 14 Meter hohe Reiterstatue von einer amerikanischen Artilleriegranate zerstört. Ein von der französischen Militärregierung angedachtes neues Denkmal für Frieden und Völkerverständigung wurde wegen Geldmangels nicht umgesetzt. Stattdessen erklärte Theodor Heuss den verbliebenen Sockel 1953 zum Mahnmal der deutschen Einheit und neben den Wappen der deutschen Länder am Sockel wurde anstelle der Reiterfigur ein Fahnenmast mit Bundesflagge platziert. Zur Finanzierung einer Rekonstruktion des Reiterstandbilds verpflichtete sich 1987 der Verleger Werner Theisen. Obwohl Rheinland-Pfalz als damaliger Eigentümer des Deutschen Ecks die Schenkung ablehnte, wurde die Rekonstruktion 1989 in Auftrag gegeben. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 änderte die Landesregierung tatsächlich ihre Meinung, da das bestehende Einheitsdenkmal damit seine Bedeutung verloren hatte. Unter öffentlichem Druck versuchte die neue SPD-Regierung 1991 zunächst, die Zusage wieder rückgängig zu machen, entzog sich 1992 aber einfach der Verantwortung, indem man das Deutsche Eck der Stadt Koblenz zurückschenkte. Da die rekonstruierte Figurengruppe bereits im Rheinhafen Koblenz eingetroffen war, entschied sich der Stadtrat schließlich für die Annahme des Geschenks und nach der Sanierung und Verstärkung des Sockels konnte das über 60 Tonnen schwere Reiterstandbild 1993 endlich wieder an seinen angestammten Platz gehievt werden.

Wendet man den Blick über den Rhein hinweg...

erhebt sich am anderen Rheinufer die Festung Ehrenbreitstein.

Die größte noch erhaltene historische Festungsanlage Europas nach Gibraltar.
Eine Besiedelung des Ehrenbreitsteins kann bis etwa 3000 vor Christus nachgewiesen werden. Um 1000 v. Chr. soll es eine erste nachgewiesene Befestigung im Bereich des südlichen Felssporns gegeben haben, woraus sich schließlich ein römischer Burgus entwickelte. Der Konradiner Ehrenbert ließ um das Jahr 1.000 (diesmal nach Christus) schließlich die Burg Ehrenbertstein erbauen, deren Name sich über die Jahre eben zu Ehrenbreitstein veränderte. Im 11. Jahrhundert ging die Burg in den Besitz des Trierer Erzbischofs Poppo über und wurde in den weiteren Jahren immer weiter zur kurtrierischen Festung ausgebaut. Im dreißigjährigen Krieg wechselte die Burg mehrfach den Besitzer, fiel letztlich aber wieder zurück an Kurtrier. 1799 konnten französische Revolutionstruppen nach mehrfacher Belagerung die Festung übernehmen, waren nach dem Frieden von Lunéville jedoch gezwungen, das rechte Rheinufer und damit auch den Ehrenbreitstein aufzugeben, woraufhin sie die Festung sprengten. Die heutige Festungsanlage entstand in den Jahren 1817-1828, nachdem die rheinischen Gebiete Kurtriers vom Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugesprochen worden waren. Zusammen mit weiteren Festungswerken entstand so die Festung Koblenz als eines der umfangreichsten Festungssysteme Europas. Während die linksrheinischen Festungsanlagen 1890 geschleift wurden, blieben die rechtsrheinischen Anlagen inklusive Ehrenbreitstein noch bis zum ersten Weltkrieg einsatzbereit. Im Rahmen des Versailler Vertrags wurden zwischen 1920 und 1929 aber auch die verbliebenen Teile der Festung Koblenz geschleift. Verschont wurde allerdings die Festung Ehrenbreitstein aufgrund ihrer historischen Bedeutung und des landschaftsprägenden Charakters. Auch den zweiten Weltkrieg überstand die Festung mit nur geringen Schäden. Heute finden sich in der Festung Ehrenbreitstein Ausstellungsräume des Landesmuseums Koblenz, eine Jugendherberge und Büros der Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Außerdem finden dort regelmäßig Veranstaltungen statt. Eine 1955 eröffnete Seilbahn, die den Ortsteil Ehrenbreitstein mit der Ostseite der Festung verband, wurde im Rahmen des Verkehrskonzepts zur Bundesgartenschau 2011 abgebaut und durch einen vollautomatischen Schrägaufzug ersetzt. Dieser soll primär den Gästen der Jugendherberge dienen, damit diese barrierefrei und trotz schwerem Gepäck ohne Auto zur Festung gelangen.

Die Bergstation der "neuen" BUGA-Seilbahn erreicht man nach Überwindung von 112 Höhenmetern am anderen (nördlichen) Ende der Festung.

Natürlich war das im Norden an die Festung anschließende Plateau für die Bundesgartenschau komplett neu gestaltet worden.

Eine Karte gibt Orientierung - vorwiegend über die Stationen der Festungsgeschichte innerhalb der Festung, aber auch über das Plateau.

So findet sich gut 300 Meter nördlich der Seilbahnstation eine Aussichtsplattform.

Das am Hang schwebende, gleichseitige Dreieck mit einer Seitenlänge von 30 Metern wurde natürlich ebenfalls zur Bundesgartenschau erbaut.

Im März 2024 hatte der Holzbau jedoch für eine viermonatige Sanierung gesperrt werden müssen - dabei ist über den Winter eh geschlossen.

Neben der BUGA Koblenz 2011 GmbH fungierte Landesforsten Rheinland Pfalz (also die Landesforstverwaltung) als Bauträger.

Während der BUGA säumte daher die Ausstellung "Wald im Wandel" die im Dreieck nach oben führende Rampe. Nun herrscht dort Leere.

Nach der ersten Runde geht es mit einem Steg auf dem Dach weiter zur zweiten Runde.

Am Ende des Steges geht es dann wieder per Treppe runter zum Ein- bzw. Ausgang. Oder man geht wieder die Rampe zurück.

Nach der BUGA wurde die Aussichtsplattform der Stadt Koblenz übergeben und 2019 zum Rhein-Mosel-Blick getauft.

Von der Spitze des Dreiecks bietet sich ein toller Blick über Koblenz. Hier die Moselmündung mit dem Deutschen Eck.

Rheinabwärts sieht man Bendorf am Horizont und Deutschlands einzige mit einer Gemeinde bewohnte Flussinsel Niederwerth am rechten Bildrand.

Der schwarze Punkt auf dem Plateau ist der Moselle Rhine Whirlpool. Ein Wirbel aus Schiefersteinen des britischen Künstlers Chris Drury.

Während der Sanierung des 1787 erbauten Theaters in der Koblenzer Altstadt dient das Theaterzelt auf dem Plateau als Ausweichspielstätte.

Nach knapp 10 Minuten verließen wir die Aussichtsplattform wieder.

Im Wald hinter dem Theaterzelt verstecken sich vier Sandstein-Skulpturen.
Die sind tatsächlich schon etwas älter, entstanden sie doch bereits 2005 im Rahmen eines Bildhauer-Symposiums mit dem Thema Kunst gegen Gewalt, welches der in Köln geborene und inzwischen in Breitscheid lebende Bildhauer und Fotokünstler Hans Otto Lohrengel leitete. An den drei weiteren Steinmalen feilten damals Uta Schade aus Niederkirchen-Morbach, der im Vogtland geborene Clemens Maximilian Strugalla und Stefan Voigtländer aus Leipzig. Die vier Skulpturen blieben zunächst am Ort ihrer Erschaffung stehen, ehe sie für die Bundesgartenschau auf dem neu gestalteten Festungsplateau platziert wurden.
Außerdem verteilen sich auf der Wiese hier am hinteren Ende des Plateaus diverse Fitness-Apparaturen aus Edelstahl, an denen sich Jung und Alt gemäß der zugehörigen Anleitungstafeln fit halten können. Habe ich aber ebenso wenig fotografiert wie den Kletterspielplatz Bleidenberg auf der anderen Straßenseite, der seit Januar 2025 in mehreren Bauabschnitten komplett erneuert wird. Das nördlich daran anschließende AdventureGolf haben wir uns gar nicht erst näher angesehen.

Etwa eine halbe Stunde waren wir über das Plateau samt Aussichtsplattform geschlendert, nun orientierten wir uns wieder Richtung Seilbahn.

Die eigentliche Festung Ehrenbreitstein haben wir an diesem Tag nicht besucht.

Das recht einfach gehaltene 3D-Modell muss an dieser Stelle also genügen.
Um in die Festung rein zu kommen wird nochmal ein separater Eintrittspreis von 10€ fällig - sofern man nicht gleich das in Summe etwas günstigere Kombi-Ticket der Seilbahn kauft. Dem an den Parkplatz angrenzenden Entréegebäude statteten wir aber dennoch einen Besuch ab. Neben Kasse und Festungsshop sind dort nämlich auch öffentliche Toiletten zu finden, die uns ganz recht kamen.

Erleichtert begaben wir uns nun wieder zur Bergstation der Seilbahn.

Und nach kurzer Wartezeit konnten wir auch schon wieder eine der Gondeln zur Talfahrt erobern.

Nicht, dass es voll gewesen wäre. Die anwesenden Besucher hätten auch locker in eine Kabine gepasst, teilten sich aber lieber auf.

Ziemlich genau eine Stunde nachdem wir zum Festungsplateau gestartet waren, landeten wir wieder in der Talstation.

Entlang des Rheins wandernd bot sich nochmal ein letzter Blick auf die Festung Ehrenbreitstein, dann ging es zurück in die Innenstadt.
Am nächsten Weihnachtsmarkt-Platz gab es eine Kleinigkeit zu Essen, im Löhr Center suchte (und fand) meine Mutter dann doch noch ein Weihnachtsgeschenk, und schließlich wanderten wir wieder in Richtung Hauptbahnhof, wo wir auf den Rest vom Schützenfest... äh... vom Musikverein warteten. Pünktlich um 17 Uhr brachte uns der RE - diesmal ohne Verspätung - zurück nach Wittlich, wo in einem griechischen Restaurant noch das gemeinsame Jahresabschlussessen stattfand.
Fazit: Es freut mich, dass man sich entgegen der ursprünglichen Planungen zum Erhalt der Seilbahn Koblenz entschieden hat und ich diese nun doch endlich mal fahren konnte. Für den alltäglichen Betrieb - gerade im Winter - scheint die Kapazität zwar etwas überdimensioniert, aber ich gehe davon aus, dass dies im Sommer und besonders bei Veranstaltungen auf dem Ehrenbreitstein durchaus anders aussehen kann. Als Fahrgast habe ich aber auch nichts dagegen, wenn ich die Gondel für mich alleine habe und so ungestört den Ausblick über den Rhein, auf die Festung Ehrenbreitstein und auf das Deutsche Eck genießen kann. Ich bin gespannt, wie sich die neuen Stationen tatsächlich in die Umgebung einfügen werden. An sich finde ich die aktuellen eigentlich optisch recht ansprechend. Einzig die "Landezone" unmittelbar vor der Talstation wirkt noch etwas provisorisch, weil man dort ob der geplanten Nutzungsdauer einfach nur den vorhandenen Bodenbelag abgezäunt hatte. Das dürfte beim Umbau für den Dauerbetrieb sicherlich auch noch hübscher angelegt werden. Schau ich mir dann vielleicht zur BUGA 2029 nochmal an. Oder wieder so 13 Jahre später...