16.11.2024: FKF-Weihnachtsfeier in der DAMPFE


Am 16. November 2024 fand bei mir im Ort der alljährliche Sankt-Martins-Umzug statt. Ausnahmsweise musste ich meine Kollegen vom Musikverein jedoch alleine lassen, denn ich hatte mich bereits für eine andere Veranstaltung angemeldet. Nämlich die etwas frühzeitige Weihnachtsfeier des FKF, die nach kurzer Diskussion bezüglich Kosten und Format probeweise eben in den November verlegt wurde und ohne direkten Freizeitpark- oder Kirmesbezug stattfinden sollte. Und da ich zu jenen gehörte, die dieses Konzept grundsätzlich befürwortet hatten, wollte ich auch sehen, wie das aufgehen würde. Also machte ich mich an besagtem Samstag eben zum Essen auf den Weg nach Essen.Smilie



Für die Anreise beschränkte ich mich mit meinem Deutschlandticket auf Regionalzüge, rechnete aber wohl etwas viel Umsteige-Puffer ein. Die Reise begann bereits um kurz vor 12 Uhr in Wittlich, von dort ging es mit dem RE nach Koblenz. Auch der dort startende Rhein-Express (RE5) war pünktlich, diesen nutzte ich bis Duisburg. Anschließend gab es zwei Möglichkeiten, zum Endziel zu gelangen. Nämlich entweder mit Umstieg in Essen West oder ein Stück weiter (dafür mit RE statt S-Bahn) in Essen Hbf. Da ich ohne einkalkulierte Verspätung deutlich zu früh dran war und man in Essen Hbf vermutlich angenehmer warten würde, entschied ich mich für letztere Variante. Dass im Essener Hauptbahnhof gerade kräftig gebaut wurde, konnte ich ja nicht ahnen. Angekommen war ich völlig verspätungsfrei bereits gegen 15:50 Uhr, der Beginn der Weihnachtsfeier war jedoch erst für 18 Uhr angesetzt. Also schlenderte ich eine gute Stunde durch den Bahnhof, ehe ich mit der S-Bahn nach Essen-Borbeck fuhr, wo ich schließlich um 17:18 Uhr eintraf. Auf dem kurzen Weg vom Bahnhof zum Veranstaltungsort holte ich bereits das erste bekannte Gesicht ein, vor der sogenannten Dampfe trafen wir auf weitere FKFler.


Die Dampfbierbrauerei Essen-Borbeck wurde 1895 als Schloßbrauerei Marx & Co. gegründet, die Produktion mithilfe einer Dampfmaschine aus Dresden startete im Jahr darauf. Neben verschiedenen Namensänderungen und Fusionen über die Jahre begann ab 1905 der Bau eines neuen Sudhauses samt Kellergebäude und es wurde eine leistungsfähigere Dampfmaschine angeschafft. 1982 wurden die Gebäude nach alten Plänen renoviert und die Sudwerke Instand gesetzt, außerdem wurden die alten Lagerkeller als Gastronomie-Räume genutzt. Als erste Brauhaus-Event-Gastronomie in Essen wurde die Dampfe schließlich 1984 eröffnet. Für unsere Weihnachtsfeier hatten wir den 2003 renovierten Festsaal angemietet. Kurz vor 18 Uhr startete also die Registrierung und wir konnten uns an den festlich geschmückten Tafeln verteilen.



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Nachdem sich der Saal gefüllt hatte, gab es eine kurze Begrüßung, dann wurde das leckere Buffett gestürmt.


Begleitet von weihnachtlicher Musik warf derweil ein Beamer verschiedene Bilder von den diversen FKF-Events des Jahres an die Wand. Im Verlauf des Abends sollten weitere Bilder hinzu kommen, denn es galt, verschiedene Foto-Aufgaben zu erledigen und die entsprechenden Bilder über einen QR-Code hochzuladen. 



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So richtig hoch schien mir die Teilnahme am Fotospiel allerdings nicht gewesen zu sein. Ich selbst steuerte auch nur zwei Bilder bei. 



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Eine lustige Grimasse und zugleich mein Looping-Gesicht, das schönste Dekoelement und mir noch unbekannte FKFler im Hintergrund. (2., 4., 5., 6. check!).Smilie



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Gruppenbild mit möglichst vielen Leuten, der Weihnachtsmann hat definitiv das tollste Outfit und ein Vorstandsmitglied ist da auch irgendwo (1., 7., 9. abgehakt). 


Der schon erwähnte Weihnachtsmann verteilte nach dem Essen Geschenke an Mitglieder, die sich um den Verein verdient gemacht haben. Leider ließ die Beschallung des Festsaals etwas zu Wünschen übrig, jedenfalls abseits der Musik. Von dem, was zu den einzelnen Personen erzählt wurde, habe ich nahezu nichts verstanden. Auch die Gewinner der anschließenden Tombola waren nur mit Mühe herauszuhören. In der Hauptrunde war ich aber eh nicht dabei. Es gab aber noch ein paar zusätzliche Gewinne, bei denen ich tatsächlich Glück hatte. 



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Ein originales Vekoma-Shirt ging in meinen Besitz über. Hat sich der Weg nach Essen doch auf jeden Fall gelohnt. 


Anschließend wurde die Musik aufgedreht und der Abend in geselliger Runde genossen - unterbrochen von einem Ugly-Sweater-Contest, von dem ich auch wieder nur die Hälfte mitbekommen habe (zugegebenerweise auch mangels Interesse). Einen als Wunschzettel getarnten Feedback-Bogen habe ich auch noch ausgefüllt. Etwas überraschend kam dann jedoch das Ende der Veranstaltung. Ja, die Event-Beschreibung wies ganz klar darauf hin, dass die Getränke-Flatrate auf fünf Stunden (also 23 Uhr) begrenzt sei. Wir waren aber eigentlich alle davon ausgegangen, anschließend noch auf eigene Rechnung den Abend ausklingen lassen zu können. Doch die Mitarbeiter des Brauhauses drängten (verständlicherweise) auf ihren Feierabend und wollten uns vor Mitternacht aus dem Saal gekehrt haben. Da machte sich das Vorziehen der Weihnachtsfeier in den November bezahlt, denn so konnten die verbliebenen Gesprächsrunden einfach nach draußen vor die Tür verlegt werden. Es war zwar frisch (und nieselte leicht), aber noch nicht allzu kalt. Nach und nach lichtete sich die Runde und der harte Kern wollte sich in der Nähe ein Lokal zum Weiterfeiern suchen. Dem schloss ich mich aber nicht mehr an, sondern nutzte die Gelegenheit, mich gegen 1 Uhr in der Früh zum Bahnhof zu begeben und die Heimreise anzutreten. 


Doch die S-Bahn zum Hauptbahnhof ließ auf sich warten. Infos gab es dazu keine, lediglich für die Gegenrichtung wurde eine wachsende Verspätung aufgrund eines Polizeieinsatzes angesagt. Während ich also wartete, studierte ich fix die Fahrzeiten der S-Bahnen und kam zur Vermutung, dass die verspätete Bahn nach Bottrop nach der Wende zu meiner Bahn nach Essen werden sollte. Deswegen war auch noch keine Verspätung im System, weil der Zug eben noch gar nicht gestartet war. Grundsätzlich kein Problem, in Essen Hbf hätte ich eh eine knappe Stunde Umsteigezeit gehabt. Und da der ICE gen Heimat ebenfalls verspätet war sogar noch mehr. Trotzdem wuchsen die Bedenken. Nicht dass ich nachher mit der S-Bahn vor dem Hauptbahnhof stehen und den ICE vorbeiziehen sehen würde. Also Plan B, erstmal mit der verspäteten S-Bahn Richtung Bottrop fahren (die im Zweifel auch nochmal Retour fahren würde, wenn ich richtig lag). Nach zwei Stationen stieg ich aber in Essen-Dellwig Ost schon wieder aus. Vom eingleisigen Haltepunkt der S-Bahn wechselte ich zu Fuß zur rund 300 Meter entfernten Haltestelle Essen-Dellwig, wo ich bei zunehmendem Regen eine gute halbe Stunde warten musste, bis mich um 2:14 Uhr eine RB nach Duisburg Hbf brachte. Planmäßig wäre ich dort zwei Minuten nach Abfahrt meines ICEs angekommen, dank der Verspätung dauerte es nochmals zwanzig Minuten, bis er einfuhr. Um 2:47 Uhr konnte ich mich also endlich entspannt zurücklehnen, während der ICE durch die Nacht über Düsseldorf und Köln nach Koblenz rollte. Dabei war die Fahrzeit entlang des Rheins sehr großzügig bemessen, aus den fast 30 Minuten Verspätung in Köln waren bis Koblenz beinahe 20 Minuten Verfrühung geworden. Die Nachtruhe wurde um 4:39 Uhr also früher beendet, als ich erhofft hatte (wobei ich theoretisch auch erstmal im ICE-Sessel hätten sitzen bleiben können, planmäßig weiterfahren sollte er nämlich erst rund 50 Minuten später). Mich brachte schließlich die RB mit Abfahrt 5:25 Uhr zurück nach Wittlich, sodass ich gegen 7:15 Uhr nach bald 24 Stunden wieder ins heimische Bett fallen konnte. 



Fazit: Ich hatte im Vorfeld tatsächlich mehrfach kritische Stimmen zur Ausrichtung der Weihnachtsfeier in einem Essener Brauhaus gehört. Auch die Resonanz im Anschluss vor der Tür war nicht durchgehend positiv und ich muss da leider teilweise zustimmen. Dafür, dass garantiert niemandem langweilig werden sollte, fand ich das Programm mit Weihnachtsmann, Tombola und Ugly-Sweater-Contest doch etwas dürftig. Wobei, mit der ungeeigneten Beschallung wären weitere Programmpunkte auch nicht unbedingt besser gewesen. Trotzdem fand ich es gut, dass die Weihnachtsfeier mal außerhalb eines Freizeitparks stattfand und wir im Festsaal unter uns waren. Das Buffett kam nicht ganz an die Qualität im Phantasialand heran, war aber dennoch lecker. Ob einem das Essen und die Geselligkeit am Ende die 90€ wert waren, muss jeder für sich entscheiden. Etwas teuer empfand ich es zwar schon (vor allem angesichts des doch arg abrupten Rausschmiss), gleichwohl hat sich der Abend für mich durchaus gelohnt - nicht zuletzt dank des gewonnenen Vekoma-Shirts. Und wer andere Vorstellungen von einer FKF-Weihnachtsfeier hat, kann sich ja künftig an der Organisation beteiligen.
In diesem Sinne: Herzlichen Dank an die Organisatoren für die sicherlich nicht perfekte aber dennoch schöne Weihnachtsfeier!



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