Dune - Dubai & Abu Dhabi

Rückflug (05.03.2023)


Nach dem erfolgreichen Tourabschluss in der Dubai Hills Mall mit dem Storm Coaster erreichten wir gegen Mittag schließlich den Dubai International Airport, wo wir umgehend zur Gepäckabgabe gingen. Zum Teil waren wir in kleineren Gruppen zusammengebucht, die ihre Koffer entsprechend gesammelt aufgeben mussten. So waren bei mir noch die beiden Jonasse (also Sebastian und sein Vater) dabei, die Dirk dann auch zu mir schickte. Nacheinander schluckte der Automat unsere Koffer und druckte die Bordkarten aus, dann konnten wir zur Passkontrolle weitergehen. Wie schon bei der Einreise wollte mich die Automatik nicht erkennen, diesmal konnte ich aber einen zweiten Versuch unternehmen, der ohne Brille erfolgreich war. Und auch die Sicherheitskontrolle war nahezu ohne Wartezeit schnell passiert. Sonderlich gründlich schien diese allerdings nicht gewesen zu sein, denn Tobi fand später noch volle Wasserflaschen und Sonnencreme in seinem Rucksack, die wegen der Flüssigkeits-Regeln eigentlich hätten aussortiert werden müssen. Und als ich dann meinen Rucksack öffnete, stellte ich verwundert fest, dass ich ebenfalls noch einen Schluck Cola dabei hatte.


Im Concourse B wanderten wir zunächst komplett ans westliche Ende, wo der ältere Concourse C nahtlos anschließt. Unser Flug sollte am Gate C19 abgefertigt werden, wir liefen aber noch ein Stück weiter zum Food Village. Die meisten freuten sich über den Panda-Express, einige gingen zu McDonald's. Ich selbst suchte nach einer Möglichkeit, mein verbliebenes Bargeld möglichst passend loszuwerden. Daher orderte ich an einem kleineren Stand ein Chicken-Lamb-Roti für 32 AED (rund 8€), sodass sämtliche Scheine ausgegeben waren und nur noch 5,irgendwas AED in Münzen übrig blieben. Während wir aßen ertönte plötzlich eine Durchsage. Irgendwas von einem Feuer im Gebäude, man solle aber Ruhe bewahren und auf weitere Anweisungen warten. Das war es dann aber auch, es folgten weder weitere Anweisungen, noch eine Entwarnung.



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Schade, ich hätte gerne mal die Notrutsche ausprobiert - die in Wirklichkeit natürlich dazu dient, nachträglich am Gate eingechecktes Gepäck zur Bodencrew zu bringen. 



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Unser A380 mit der Kennung A6-EEY (Seriennummer 157, Erstflug im März 2014) war derweil am Gate C19 angekommen, wo wir uns gegen 14:30 Uhr im Wartebereich einfanden.



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Wenig später begann das Boarding und ich konnte meinen Fensterplatz einnehmen. Wie auf dem Hinflug 75A. Leider reichte das Flughafen-WLAN nicht bis dorthin.S


Und auch diesmal blieb der Mittelsitz zunächst frei, obwohl Dirk angekündigt hatte, dass der Flieger wohl voll sei und er niemandem mehr andere Plätze habe besorgen können. Mit steigender Hoffnung startete ich schonmal meinen ersten Film (Lyle, Lyle, Crocodile), kurz vor Beendigung des Boardings wurde der Platz dann aber doch noch von einer jungen Frau in Beschlag genommen, die sofort die bereitliegende Decke auspackte und sich einmümmelte. Die pfeifende Lüftung hatte ich vorher schon abgedreht.



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Um 15:33 Uhr legten wir schließlich ab und rollten über den zentralen Taxiway gen Osten zur Startbahn 30R.



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Knapp 20 Minuten später zogen uns die breiten Schwingen des A380 nach oben.



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Zum Abschluss nochmal etwas Hochhaus-Kunde:


Der (aus dieser Perspektive) höchste Turm rechts ist der 2015 fertiggestellte D1 Tower mit einer Höhe von 277 Metern. Ganz links haben wir dagegen den 114 Meter hohen Festival Tower, der 2007 fertiggestellt wurde, und das im Rahmen der Dinner Cruise schon bewunderte InterContinental Dubai Festival City mit dem rundlich abfallenden Dach und dem überhängenden Pool. Im hintergründigen Dunst sind noch die Türme des Stadtteils Dubai Creek Harbour zu erkennen, der breite Bau davor ist das InterContinental Residence Suites Dubai Festival City.



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Im Viertel Al Muraqqabat war 1981 mit dem Al Ghurair Centre die erste moderne Mall des Landes - in der 1994 der erste McDonald's folgte - eröffnet worden.



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Ganz schön diesig. Unter dem Flügel sieht man trotzdem den Dubai Creek. Auf der Landzunge liegen die am Vortag bei der Stadtrundfahrt besuchten Souks.



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Den Zugang des Creeks gegenüber den Dubai Islands überspannt die 2022 eröffnete Infinity Bridge (die 42 Meter hohen Bögen stellen das Unendlichkeitszeichen dar).



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Downtown Dubai im Dunst. Der Burj Khalifa kann sich darin aber nicht ganz verstecken.



Flugroute-Start

Nach wenigen Minuten waren wir dann über dem persischen Golf und es gab vorerst nichts mehr zu sehen.


Und da die Sonne mit voller Wucht durchs Fenster knallte, schloss ich die Blende immer weiter. Zum einen, um auf meinem Bildschirm überhaupt etwas erkennen zu können, zum anderen weil es mir schlicht zu warm wurde. Meine Sitznachbarin hätte sicher gerne mit mir getauscht. Die hatte sich ja wie erwähnt schon vor dem Start in ihrer Decke eingepackt, jetzt bestellte sie sogar noch eine zweite. Außerdem hatte sie wohl ähnliche Kopfhörer-Probleme wie ich auf dem Hinflug, denn sie ließ sich (jeweils nach längerer Zeit) gleich zweimal neue bringen. Ihre Filme pausierte sie aber trotz abgenommener Kopfhörer nicht, die liefen einfach durch. Aber das geht mich ja eigentlich auch nichts an...



Flugroute-Bahrain

Ich hatte etwas gehofft, dass wir weiter westlich fliegen würden und ich das Königreich Bahrain sehen könnte.



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Die Halbinsel, die ich nach gut halbstündiger Flugzeit für Bahrain hielt, war in Wirklichkeit aber Ra's Tanura in Saudi Arabien rund 60 Kilometer nördlich davon.


Falls ihr euch jetzt fragt, warum mich ausgerechnet Bahrain so interessierte: Dort sollte zu diesem Zeitpunkt gerade die Fahrerparade im Vorprogramm des Großen Preises von Bahrain im Gange sein. Und dank Emirates konnte ich den Saisonauftakt der Formel 1 später sogar live verfolgen. Die Übertragung war teils zwar recht abgehackt, aber für das Wichtigste reichte es. Aussetzer war ich ja schon vom heimischen VPN gewohnt - und das rauscht nicht mit 900 Sachen in über 10.000 km Höhe durch die Luft.SWar auf jeden Fall cool, das Rennen im Flugzeug zu sehen, nachdem wir kurz zuvor quasi an der Strecke vorbei geflogen waren. Im Anschluss an die Live-Übertragung widmete ich mich wieder meinem zweiten Film. Das schwarze Quadrat hatte ich für das Rennen mittendrin unterbrechen müssen. Beim Essen entschied ich mich diesmal für Beef Gulasch mit Püree, Karotten und Blumenkohl, dazu gab es ein nicht meinen Geschmack treffendes Küchlein (in meinen Notizen steht "bäh"), etwas Nudelsalat, Schokolade, wieder ein Brötchen mit einem Stück Käse, sowie ein Kräcker und einen Müsli-Riegel. Kurz vor der Landung gab es als Snack wahlweise nochmals Popcorn oder ein Amicelli. Aber zurück zum Flug an sich.



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Eine gute Stunde nach dem Start erreichten wir den schmalen Süden des Iraks. Die zu sehende Stadt Abdali liegt aber auf der anderen Seite der Grenze in Kuwait.



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Hier durchfließen die verschiedenen Arme des Euphrats den District Suq Al-Shoyokh (Koordinaten der Gabelung rechts unten: 30.944690, 46.549905).



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Unten links ist das Örtchen Gharraf zwischen asch-Schatra und der Gouvernement-Hauptstadt Nasiriya zu erkennen.



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Knapp 20 Minuten später kam bei Al -Suwaira, rund 35 km südlich der Hauptstadt Bagdad, mit dem Tigris auch der zweite große Fluss des Landes in Sicht.



Flugroute-Nahost

Mit einem kleinen Schwenker ging es dann um Syrien herum in die Türkei. Dort versperrten leider wieder Wolken den Blick.



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Drei Stunden nach dem Start passierten wir das Schwarze Meer - also irgendwo da unterm Wolkenmeer.



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Mit rotem Sonnenuntergangsschimmer kehrten wir bei Varna in Bulgarien nach Europa zurück.



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Zwischendurch war dann doch nochmal die Donau zwischen den Wolken zu sehen, hier bei Ryahovo zugleich Grenze zu Rumänien.



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Der Olt - ein Nebenfluss der Donau - wird auf 615 km gleich 24 mal gestaut. So auch hier bei Ionești (Vâlcea).



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In den Südkarpaten - auch Transsilvanische Alpen genannt - konnte ich die fotografierten Gipfel sogar ausfindig machenS:


Der größte weiße Fleck rechts ist der 1.758 Meter hohe Molidviș, der breite weiße Streifen in der Mitte gehört zum Băileasa mit 1.629 Metern, und der kleine Zipfel links erreicht eine Höhe von 1.591 Metern und nennt sich Rotunda (zur Kontrolle bei Maps hier noch die zugehörigen Koordinaten: 45.264982, 23.585006). Neben der Bewölkung machte es auch die zunehmende Dunkelheit in der Folge schwierig, irgendetwas am Boden zu erkennen.



Flugroute-Europa

Entsprechend gibt es leider keine Bilder aus Ungarn, Tschechien oder von Wien.



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Erst im Landeanflug nach sechseinhalb Stunden kam die Kamera wieder zum Einsatz. Hier huschen Hanau-Wolfgang und Großauheim am Fenster vorbei.



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Zwischen Hanau und Großkrotzenburg steht mit dem Kraftwerk Staudinger das seit Stilllegung des AKWs Biblis bisher größte Kraftwerk Hessens.



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Vorbei geht es an Obertshausen. Genauer der Ortsteil Hausen.



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Unten das Industriegebiet des zu Offenbach gehörenden Ortsteils Bieber-Waldhof, darüber der Rest von Obertshausen.



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Nördlich von Heusenstamm (also hier unten rechts im Bild) befindet sich mit dem EVO-Energiewerk ein Müllheizkraftwerk.



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Noch eben über Neu-Isenburg hinweg...



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dann setzten wir um Ortszeit 19:27 Uhr auf der 25L des Flughafens Frankfurt auf.



Flugroute-Landung

Unser Landeanflug in der Übersicht.



Flugroute-gesamt

Und nochmal die gesamte Flugroute.


Sobald als möglich bogen wir nach rechts ab, um über den Rollweg M zwischen den beiden Landebahnen wieder zurück gen Osten zu rollen. Hinter dem östlichen Ende der 25R ging es dann über T und N-EAST zum Terminal 2, wo wir schließlich am Gate E5 (meine ich zumindest) andockten. Von dort bahnte sich der Menschenstrom bald darauf zu Fuß seinen Weg durchs ansonsten wie ausgestorben wirkende Terminal. Bei über 500 gleichzeitig ankommenden Passagieren lässt sich ein kurzer Stau vor der Passkontrolle natürlich nicht vermeiden. Ob die Rolltreppe deswegen abgesperrt war, oder ob die einfach nur defekt war, entzieht sich meiner Kenntnis, wir mussten uns jedenfalls die normale Treppe hinunterschieben. Auch hier wollte mich der Automat wieder nicht erkennen, vermutlich wegen des sich in der Brille spiegelnden Lichts. Die manuelle Freigabe durch die Beamten erfolgte aber innerhalb von Sekunden. Dann hieß es an der Gepäckausgabe erneut warten, während meine Eltern draußen auf der Zufahrt eintrafen. Wären wir im Terminal 1 angekommen, hätte ich wohl mit dem letzten Zug um 21:23 Uhr geplant. Aber mit dem erforderlichen Bus-Shuttle und der unkalkulierbaren Wartezeit aufs Gepäck war mir das zu riskant, sodass ich mich lieber direkt abholen ließ. Zum Glück, denn bis ich meinen Koffer endlich vom Band nehmen konnte, war es bereits 20:49 Uhr - also fast eine Stunde nach dem Aussteigen. Das lag auch daran, dass es zwei Bänder gab, auf denen die Koffer ausgegeben wurden - eines für Economy-Passagiere und eines für Priority-Gepäck. Nachdem auf dem Economy-Band aber nichts mehr zu kommen schien, schaute ich dann doch mal aufs Priority-Band, wo mein Koffer tatsächlich seine Runden drehte. So konnte ich endlich nach draußen zu meinen Eltern gehen, die 15€ für eine knappe Stunde Parken bezahlen und die letzte Etappe der Heimreise antreten - inklusive schnellem Abendessen bei McDonald's.



Fazit: Leider war die Sicht nach unten wieder auf weiten Teilen des Fluges eingeschränkt, aber das konnte das Entertainment an Bord locker wettmachen. Dass die Formel 1 ausgerechnet an diesem Tag ihren Saisonauftakt in Bahrain austrug, war schon ein cooler Zufall. Gefühlt war das so, als wäre ich beinahe vor Ort gewesen. Dabei bin ich auf der heimischen Couch tatsächlich näher an Spa als hier im Flieger an Sakhir - vor allem, wenn man noch die Höhe beachtet. Ansonsten war es ein unspektakulärer, aber (abgesehen von der knalligen Sonne) angenehmer Flug, der leider etwas unter der langen Wartezeit aufs Gepäck nach der Landung leiden musste. Aber da kann Emirates nichts für.
Insgesamt war auch diese Tour wieder ein voller Erfolg. Als bester Park stellte sich für mich die Warner Bros. World heraus, aber auch die anderen Parks konnten größtenteils überzeugen. Highlights waren die Backstageführung in Motiongate, die Evakuierung aus Mission Ferrari und die Quad-Tour durch die Wüste. Danke, Dirk, für die wiedermal einwandfreie Organisation und Abwicklung!



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