04.10.2015: Frankfurter Kranz

Freizeitpark Lochmühle


Das Ziel, in Irland den 400. Count feiern zu können, rückte allmählich in greifbare Nähe. Ein paar Counts würde ich vorher aber doch noch brauchen. Nur welche? Ein erneuter Abstecher nach Frankreich fiel leider ins Wasser. Mehrfach. Sogar ein ziemlich bekloppter Tagestrip zu Drievliet und Duinrell stand mal ganz kurz im Raum, das habe ich dann aber auch lieber sein lassen. Letztlich konnte ich die benötigten Counts deutlich näher abgreifen. Und mit Caruso hatte ich auch einen sehr enthusiastischen Begleiter mobilisieren können, der ja im gleichen Monat auch mit zu Tripsdrill und eben nach Irland kam. 



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Als Ziele hatte ich zwei eher kleinere Parks im Raum Frankfurt ausgesucht, weshalb die Planung bei mir mit dem Titel "Frankfurter Kranz" lief. Wie üblich erfolgte die Aufnahme meiner Begleitung am Mitfahrerparkplatz bei Gernsheim, dann ging es sofort zum ersten Park. Dieser liegt in Wehrheim und nennt sich Freizeitpark Lochmühle. Wie der Name schon andeutet, geht der Park auf eine alte Mühle zurück, die erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt wurde. Mehrfach wurde sie zerstört, einige Pächter litten unter finanziellen Problemen und einer soll sogar eine Bande von Räubern angeführt haben. Später wurde es dann doch etwas gesitteter und der damalige Besitzer eröffnete im Jahr 1867 eine Gastwirtschaft als zweites Standbein. Um 1900 wurde der Mühlbetrieb schließlich eingestellt. Stattdessen richtete man für den aufkommenden Tourismus ein Gasthaus ein. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Land zunächst landwirtschaftlich genutzt, später folgte ein Reiterhof. Erste Spielgeräte wurden in den 70er Jahren aufgestellt, womit der Grundstein für den heutigen Freizeitpark gelegt wurde. Die Landwirtschaft ist aber nach wie vor ein großes Thema in der Lochmühle. Doch genug zur Geschichte, kommen wir zurück zur Gegenwart (oder besser gesagt zur jüngeren Vergangenheit).



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Wir bekamen noch einen Parkplatz direkt an der Straße. Die restlichen befinden sich rechts auf einer Wiese.



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Von hier aus kann man schon einen Teil des im Hang liegenden Parks einsehen.



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Wie gesagt, die Landwirtschaft spielt eine große Rolle in diesem Park.



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Am recht unscheinbaren Eingang zahlten wir durchaus annehmbare 13€ pro Nase.



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Selbstverständlich steuerten wir geradewegs auf die ersten Counts zu. 



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Dort sprang mir direkt diese Mühle ins Auge, die mich sofort an Tripsdrill erinnerte. 



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Was auch kein Wunder war, denn es handelt sich tatsächlich um einen Nachbau. 



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Nunja, so 100%ig originalgetreu ist es dann doch nicht, aber die wichtigsten Elemente sind eindeutig wiederzuerkennen. 



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Tatsächlich gibt es sogar auch hier eine Rutsche. 



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Gerutscht sind wir aber nicht, das schien uns dann doch etwas zu klein für uns.S



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Dafür starteten wir mit der ersten von zwei Butterfliegen. Für Caruso eine Premiere, wenn ich mich nicht irre.



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Den zweiten Butterfly sparten wir uns aber für später auf.



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Auch das weitere Heege-Sortiment ist eigentlich immer doppelt vorhanden, von den Seilbahnen gibt es sogar drei.



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Auf der Runde linksherum stößt man auch schon bald auf eine richtige Achterbahn.



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Ein Zierer Force - One von 1992. Zusammen mit der baugleichen Bahn im Erse Park die erste der Force-Reihe.



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Als Eichhörnchenbahn natürlich mit entsprechendem Mitfahrer auf dem Frontcar.



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Ansonsten dominiert Grünzeug mit ein paar Gartenzwergen den Innenraum.



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Ein Stück den Berg hinauf gelangten wir zu dem Parkteil, den wir schon vom Parkplatz aus einsehen konnten.



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Mit der wirklich sehr lehrreichen Traktorfahrt, die auch eine weitere Besonderheit dieses Parks zeigt.



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Hier läuft nämlich wirklich vieles in Selbstbedienung. Spart Personal und damit einen der größten Kostenfaktoren.



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Außerdem gibt es hier noch eine Info im Silo.



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Die zeigt vor allem die Geschichte des Parks mit vielen Bildchen aus vergangenen Tagen.



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Über den ganzen Park verteilt sind auch Geräte aus der Landwirtschaft ausgestellt.



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Gerne in Verbindung mit Tiergehegen.



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Leider nicht das beste Bild, aber so dicht hat man ein Reh selten vor der Linse.S



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Mitten im Park steht ein Wohnhaus. Da werden wohl die Besitzer drin leben.


Quer durch den Freizeitpark Lochmühle fließt zudem der Erlenbach. Dieser teilt den Park quasi in zwei Teile - Hälften kann man nicht wirklich sagen, dafür ist der nördliche Teil deutlich zu klein. Jenseits des Baches befinden sich aber tatsächlich noch ein paar Flatrides, für die Personal benötigt wird. Aber auch dort war man clever und hat jeweils zwei davon direkt aneinander gesetzt, sodass der Ride-Op in der Mitte beide überblicken und steuern kann.



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Die Schiffskarawane bekommen die kleinen Besucher aber auch alleine in Gang.



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Auf dieser Seite befinden sich auch gleich zwei Autoscooter unter einem Dach.



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Zusammenstoßen darf man damit allerdings nicht.



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Ganz hinten gibt es noch einen Minigolfplatz.



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Dieser wird einmal von einer Kindereisenbahn umrundet.



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Und auch für den bekannten Nautic Jet - tatsächlich nur ein einzelner - ist kein Ride-Op erforderlich.



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Es war zwar nicht wahnsinnig kalt, aber die in die Landezone spritzende Fontäne schreckte uns zunächst etwas ab.



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Bis wir den Sprung eines uns fremden Jungen begutachten konnten.



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Die Fontäne schaltet nämlich rechtzeitig um und man bleibt wie gewohnt trocken.



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Da wagten wir dann auch mal einen Sprung.



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Interessant. Ich dachte immer, der wäre auf einer einsamen Insel gestrandet...


Die zugehörige Attraktion ist eine klassische Berg- und Talbahn von Zierer. Ich glaube, bisher war ich nur solche von Mack gefahren. Jedenfalls kam mir dieses Modell verdammt intensiv vor. Der Druck nach Außen war ordentlich, und die Fahrtzeit auch nicht gerade knapp bemessen.



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Eine Wellenrutsche darf in einem solchen Familienpark natürlich nicht fehlen.



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Gleich daneben steht noch eine Eisenbahn. Die fährt aber nicht mehr allzu weit.



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Wer wollte nicht schon immer dem Stau mit einem fliegenden Auto entkommen? Tja, kann man sich offenbar schenken.S



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An diesem Ende des Parks kreiseln zwei Luna Loops umher.



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Die schalten wie die übrigen Selbstbedienungsanlagen pünktlich zum Parkschluss einfach ab.



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Ich war ehrlich gesagt bis dahin noch keine solche Anlage gefahren. Caruso auch nicht.



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Das wurde nun aber sowas von nachgeholt. 5 Runden waren es mindestens, oder? Kopfstehen macht aber auch einfach Spaß.



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Und wo wir schon dabei waren, nahmen wir auch die Schinderhannes Schaukel mit. Doch intensiver als ich dachte.



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Unter den Helikoptern ging es nun wieder zurück auf die andere Seite des Bächleins.



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Nur um festzustellen, dass es auf der anderen Straßenseite noch mehr vom Park gibt.



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Unter anderem nämlich Trampoline.



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Außerdem ein großes Gebäude mit Gastronomie.



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Daran schließen sich die Ställe des Ponyhofs an.



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Vermisst jemand einen Wagen?S



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Wer möchte, kann sich hier im Melken von Kühen üben. Gerne auch im direkten Duell.



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Hauptattraktion in diesem Bereich ist eine Pferdereitbahn.



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Pardon, ich meine natürlich Eselreitbahn.



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Natürlich wieder mit Selbstbedienung.


Wer doch Pferde bevorzugt, der kann sich gegen einen kleinen Aufpreis eines aus Fleisch und Blut "mieten" und damit eine Runde durch diesen Parkteil absolvieren. Oder zwei, oder drei. Je nachdem, wie viel Kohle man übrig hat. 



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Ansonsten besticht dieser etwas ruhigere Teil mit weitläufig verteilten Spielplätzen und Spielgeräten. 



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Und einem Blick über die Straße auf den Eingang.S


Wie man sieht, kesselt der Park damit ein weiteres Wohnhaus ein. Weiß zufällig jemand, ob dessen Besitzer irgendwas mit dem Park zu tun haben, oder sind das wirklich Unbeteiligte, die vom Park quasi umzingelt wurden? Da sollten sich die Leute in Brühl mal nicht so anstellen.



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Zurück im "Hauptpark" wurde es nun Zeit für den letzten Count, der inzwischen doch eine kleine Warteschlange angestaut hatte.



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Da blieb genug Zeit, für Detailfotos. Die verbaute Schiene vom Typ S10 wurde schon 1995 gewalzt. Leider finde ich nicht raus wo.



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Der Butterfly selbst wurde aber erst 1998 gebaut.



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Gleichzeitig mit dem anderen, den wir vorhin schon gefahren waren. Das war auch von der Seriennummer der "ältere".



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Eine große Halle gleich neben dem Eingang bietet noch Spielmöglichkeiten für Schlechtwettertage.



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Sogar mit altem Flieger als Themingobjekt.



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Zur rückblickenden Übersicht hier noch eben der Parkplan. 



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Und nach zweieinhalb Stunden machten wir uns wieder auf den Weg. Wir hatten ja noch ein zweites Ziel an diesem Tag. 



Fazit: Der Freizeitpark Lochmühle hebt sich wirklich gut von den größeren Parks ab. Die Landwirtschaft mit ihren Tieren spielt eine sehr dominierende Rolle, was den Park besonders für Familien aus der Großstadt sehr lehrreich macht. Also quasi ein Freizeitpark mit Bildungsauftrag. Das Attraktionsangebot richtet sich natürlich vorwiegend an Kinder, aber auch als Jugendlicher kann man durchaus Spaß haben, wenn man sich darauf einlässt. Und zur Not gäbe es ja noch jede Menge Grillplätze. Alles wunderbar in das Tal des Erlenbachs eingebettet.



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