Dublin - Eine Ire REise

Anreise, Sightseeing Dublin, Rückflug (27.-29.10.2015)


Dienstag, 27.10.2015
Es ist der Tag nach meinem Geburtstag, das Wetter in der Eifel ist ganz passabel. Gegen 10:30 Uhr fährt Nicolas bei mir vor, kurz darauf starten wir gemeinsam zu einem für uns denkwürdigen Kurztrip...


Obwohl Nicolas auch in der Eifel noch zahlreiche Counts fehlen, lag unser Ziel doch ein wenig weiter entfernt. Die Fahrt führte uns zunächst in den Hunsrück. Durch stellenweise recht dichten Nebel. Und dank einer Baustelle und eines schweren Verkehrsunfalls über zwei weiträumige Umleitungen. Einen Park fuhren wir jedoch noch nicht an, denn der angestrebte Count lag noch ein wenig weiter entfernt. Etwa anderthalb Flugstunden, um genau zu sein.S



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Für einen einzigen Count extra ins Flugzeug steigen? Check!


Beim Online-Check-In wurden uns die Plätze 33 A und B zugewiesen. Wir saßen also in der allerletzten Reihe und hatten sogar einen Fensterplatz. Den überließ ich aber Nicolas, denn es war sein erster Flug seit 15 Jahren. Und für ein paar Fotos kann man auch mal kurz rübergreifen. Außerdem konnte man eh fast nur Wolken sehen.S Vom nebelumhüllten Flughafen Hahn starteten wir mit ziemlich genau 30 Minuten Verspätung gen Westen. Über Brüssel hinweg verließen wir bald das europäische Festland und näherten uns London.



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Sehen konnten wir davon aber nur die Themsemündung.


Aber auch die dortigen Counts waren nicht Ziel unserer Reise. Stattdessen ließen wir London unter den Wolken zurück und begannen erst südlich von Manchester mit dem Sinkflug. Wieder in Richtung der offenen See.



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Wer es noch immer nicht erraten hat: Wir flogen natürlich zur grünen Insel gleich neben England.  



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Genauer gesagt nach Dublin, wo wir überraschenderweise sogar 10 Minuten vor dem Plan aufsetzten.



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Unsere Flugroute im Detail. Doch warum fliegen zwei Achterbahnverrückte mitten im Oktober mal eben nach Dublin? Nun, dazu bedarf es vielleicht einer kleinen Rückblende:


Ich denke, jeder wird die Situation kennen. Man hat einmal etwas online bestellt, und nach einer gewissen Zeit (ohne weitere Bestellung) soll ein kleiner Gutschein den Kunden dazu bringen, wieder bei diesem Händler zu bestellen. Kaum aus den USA zurück hatte ich genau eine solche Mail im Postfach. Von Hostelworld, wo ich im Jahr zuvor mein Hostel in Brügge gebucht hatte. Lächerliche 10 Dollar (also etwas über 9€) wollte man mir auf die nächste Hostel-Buchung gutschreiben. Tatsächlich schossen mir sofort Gedanken in den Kopf, wo ich denn hinfahren könnte. Eigentlich wollte ich endlich Plohn und Belantis abhaken, doch die Öffnungszeiten waren nicht ganz kompatibel mit meinen Urlaubsplänen. Dank des neuen Woodies im Tayto Park kam ich als mögliche Alternative recht schnell auf Dublin. Zwei weitere Counts sollten laut Coaster-Count ebenfalls in der Nähe liegen. Mehr als eine verrückte Idee war es zunächst aber nicht, denn die bekannten Suchmaschinen warfen Flugpreise ab 130€ aufwärts aus. Das war es mir dann doch nicht wert.


Dummerweise habe ich die Angewohnheit, eine einmal festgesetzte Idee nicht mehr loszuwerden. So fiel mir Wochen später urplötzlich ein, dass Ryanair doch aus Irland kommt und entsprechend passende Flüge anbieten könnte. So plante ich nochmals alles durch und kam auf überraschend niedrige Gesamtkosten. Noch besser wäre es aber natürlich bei zwei Personen. Also fragte ich ein wenig herum, wer Lust und Zeit hätte, mich zu begleiten. Nicolas sagte schließlich zu, und so waren Anfang August Flüge und Unterkunft gebucht - für schlappe 123€ pro Nase. Tja, und nun waren wir tatsächlich in Dublin...



Da wir nur mit Handgepäck reisten (welches wir auch in beide Richtungen mit in die Kabine nehmen durften), konnten wir nach der Einreise sofort den Ausgang des Flughafens ansteuern. Bei leichtem Nieselregen stiegen wir direkt in einen dort bereitstehenden Bus von Aircoach, der uns wenig später für weitere 11€ (inklusive Rückfahrt, ebenfalls online gebucht) in die Stadt brachte. Als wir dort ausstiegen, hatte man den Regen bereits abgeschaltet.



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Knapp 1 Kilometer Fußweg, dann konnten wir unser Zimmer im Jacob's Inn beziehen.



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Gewinnt zwar keinen Schönheitspreis, reicht aber locker für 2 Nächte. Und das eigene Bad war sogar ganz schick.



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Der Ausblick im vierten Stock ist auch nicht schlecht.



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Und mit der Polizei direkt im Hinterhof fühlt man sich doch gleich viel sicherer.S



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Für die Dachterrasse war es aber doch ein bisschen zu kühl.



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Nur die angrenzende Bahnstrecke störte ein wenig.


Leider war es lange unklar, wie viele Counts wir wirklich bekommen würden. Denn einzig vom Tayto Park wussten wir sicher, dass er geöffnet sein würde. Die beiden Äpfel in der Nähe mussten wir dagegen schon Anfang September wieder aus dem Plan streichen, da sie die Saison bereits beendet hatten. Aber so blieb wenigstens etwas Zeit, sich auch die Stadt ein wenig anzusehen. Nachdem wir uns einen Moment akklimatisiert hatten, begaben wir uns also in die Stadt, um ein paar der Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Leider hatte ich das Stativ sicherheitshalber zuhause gelassen, da es im Handgepäck durchaus auch als Schlagwaffe hätte eingestuft werden können. Die Bilder bei Dunkelheit sind also leider nicht ganz optimal geworden.



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Der Fluss Liffey teilt Dublin quasi in Nord und Süd. Den ersten Abend verbrachten wir komplett auf der Südseite, wo die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten zu finden sind.



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Hauptmotiv sind dabei zahlreiche Kirchen, wie hier die St. Andrew's Church.



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Oder auch St. Ann's, wo Dracula-Autor Bram Stoker im Jahr 1878 verheiratet wurde.



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Nicht weit davon befindet sich das St. Stephen's Green Shopping Centre aus dem Jahr 1988.



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Damals das größte Einkaufszentrum Irlands und nach wie vor ein optisch sehr ansprechendes.



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In der Fußgängerzone daneben findet sich das Gaiety Theatre, in dem 1971 der Eurovision Song Contest stattfand. Deutschland belegte damals Platz drei hinter Spanien und dem Sieger Monaco.



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Die vermutlich bekannteste Kirche Irlands, die St. Patrick's Cathedral, war schließlich das westlichste Ziel unseres Rundgangs.



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Es ist zudem die größte Kirche Irlands, obwohl sie nicht zur katholischen Kirche gehört, die in Irland eigentlich deutlich mehr Anhänger hat.



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Im Dublin Castle waren wir dann bis auf wenige andere Besucher völlig alleine. Eine fast schon gespenstische Ruhe in dieser nicht unbedingt kleinen Stadt.



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Die erste Festung an dieser Stelle gab es bereits im 10. Jahrhundert, die meisten heutigen Gebäude stammen aber aus dem 18. und 19. Jahrhundert.



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Der Record Tower aus dem Jahr 1226 ist der älteste noch existierende Teil des Schlosses.



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Direkt hinter dem Schloss befinden sich die Dubh Linn Gardens. Von hier hat die Stadt übrigens ihren Namen, denn Dubh Linn bedeutet "Black Pool". Und ein solcher befand sich eben einst an dieser Stelle. Heute läuft das Wasser nur noch in einem unterirdischen Kanal, während der Garten eben an die Namensherkunft erinnert.



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Von hier hat man auch eine schöne Sicht auf das Schloss.



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Jede der vier "Ecken" ist anders gestaltet. Hier ein Denkmal für alle im Einsatz umgekommenen Polizisten. Inklusive eines kleinen Brunnens.



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Ein Ort, der definitiv zur Entspannung einlädt.



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Ganz im Gegensatz zum keine 200 Meter entfernten Temple Bar District.


In den engen kopfsteingepflasterten Gassen geht abends nämlich richtig die Post ab. Unzählige Pubs und Restaurants - oftmals mit traditioneller Livemusik - reihen sich hier aneinander und buhlen um die Gunst der Touristen. Auch Straßenkünstler treten hier auf und beleben die Plätze mit Musik und Tanz. Wenn es nicht so überlaufen wäre, wäre das bestimmt eine schöne Atmosphäre.S Für den ersten Abend genügte uns ein sehr leckerer Burger bei Straight Up Burgers, etwa im Rücken des obigen Fotos.



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Auf dem Weg zurück zum Hostel überquerten wir auch die berühmte Liffey Bridge, aufgrund der bis 1919 zu entrichtenden Maut besser bekannt als Half Penny Bridge.



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Ein kurzer Blick gen Westen.



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Wir gingen aber am Fluss entlang nach Osten. Und ohne weitere Umwege ins Bett.



28.10.2015
Bevor am nächsten Morgen der Bus zum Tayto Park fahren sollte, nutzten wir die Zeit nach dem Frühstück noch für einen kurzen Spaziergang zur O'Connell Street, quasi der Champs-Elysée Irlands.



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Wir hatten uns übrigens schon ganz gut integriert. Rote Ampeln sind den Fußgängern hier nämlich ziemlich egal. Look left and go.



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Gleich am Anfang der breiten Straße ist der Namensgeber mit einer großen Statue verewigt.



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Das General Post Office war der Hauptschauplatz des Osteraufstandes im Jahre 1916, bei dem die Unabhängigkeit Irlands proklamiert wurde.



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Quasi davor ragt anstelle der 1966 gesprengten Nelson-Säule eine dünne Nadel in den Himmel über Dublin. The Spire.



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Über 120 Meter ist das Ding hoch und überragt damit alles in Dublin. Kann unter Umständen aber auch ganz praktisch sein, um sich zu orientieren.S



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In den angrenzenden Einkaufsstraßen hat man bereits die Weihnachtsdeko aufgehängt.S



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Doch nun wurde es endlich Zeit, sich zur Bushaltestelle am Beresford Place zu begeben.


Es folgte nun also der Parkbesuch im Tayto Park und eigentliche Grund für unsere Reise, der in einem eigenen Bericht abgehandelt wird. Zurück in Dublin waren wir dann wieder gegen 17 Uhr. Wir begaben uns zunächst nochmals auf unser Zimmer, wo wir uns jedoch nur kurz von unnötigem Gepäck befreiten. Denn Nicolas hatte am Vortag bereits einen Laden ausgemacht, wo er sich nun ein Rugby-Trikot kaufen wollte. Dazu mussten wir aber relativ zügig wieder in Richtung Stephen's Green Shopping Centre. Trotzdem kamen wir etwa 10 Minuten zu spät, der Laden hatte bereits geschlossen.



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Durch die Fußgängerzone gingen wir also wieder in Richtung Temple Bar, wo wir ein letztes Mal essen wollten.



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Einen Disney-Store gibt es hier übrigens auch.S



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Vorbei am ehemaligen Irish Parliament House, das heute von der Bank of Ireland genutzt wird.



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Schräg gegenüber befindet sich einer der Eingänge zum Trinity College.



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Im Hard Rock Café konnte ich dann immerhin schon ein Weihnachtsgeschenk für meinen Bruder erwerben.


Eigentlich hatten wir uns nach einem kleinen Rundgang das Elephant & Castle ausgesucht, doch es war gerade Hauptessenszeit. Den nächsten freien Tisch gab es erst zwei Stunden später. Stattdessen kamen wir im Old Mill Restaurant unter. Das entsprach auch eher dem, wie ich mir ein traditionelles irisches Restaurant, bzw. einen Pub vorgestellt hatte.S Für mich gab es ein leckeres Fisch & Chips, während Nicolas erneut einen Burger bestellte.



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Den Rest des Abends nutzten wir für einen Spaziergang entlang der Liffey in Richtung des Hafens von Dublin.



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Zu sehen ist dort unter anderem das Custom House, das ehemalige Zollamt. Damals lag der Hafen noch nicht so nah an der Mündung des Flusses.



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Das Famine Monument erinnert an die große Hungersnot in Irland von 1845 bis 1852.



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Diese 1932 erbauten Rollklappbrücken bewegen sich definitiv nicht mehr. Die Motoren wurden irgendwann ausgebaut.



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Ganz im Gegensatz zur 2005 eröffneten Sean O'Casey Bridge, deren zwei Hälfen auf den beiden Pfeilern um jeweils 90° gedreht werden können.



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Gleich dahinter liegt die Jeanie Johnston vor Anker. Ein im Jahr 2003 fertiggestellter Nachbau.



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Das in Kanada gebaute Original aus dem Jahr 1847 brachte auf 16 Fahrten Auswanderer, die vor der Hungersnot flüchteten, über den Atlantik.



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Berühmt wurde das Schiff vor allem deswegen, weil auf all ihren Fahrten nie jemand sein Leben verlor. Selbst bei ihrem Untergang 1858 nicht.



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An der 2009 eröffneten Samuel Beckett Bridge machten wir dann allerdings Kehrt, der Weg bis ans Meer schien uns dann doch etwas zu weit.



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Die gewaltige Drehbrücke erinnert an eine auf der Seite liegende Harfe und wurde schon komplett vorgefertigt aus Rotterdam eingeschifft.



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Das Steuerpult zum Drehen ist aber offensichtlich nicht dauerhaft besetzt.



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Ganz da hinten mündet die Liffey in die Dublin Bay der irischen See.



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Ein Jahr nach der Brücke wurde auch das Convention Centre Dublin endlich fertig gestellt.



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Die an der Promenade verlaufenden Lichtinstallationen bringen wohl diverse Interpretationsmöglichkeiten mit sich. Auch wenn leider ausgerechnet diese Lampen kaputt waren.S


Nachdem es am Abend immer nur kurz nieselte, regnete es während unseres Rückweges zum Hostel nun erstmals richtig, wenn auch nicht besonders lange. Dennoch wurde das Wetter seinem schlechten Ruf absolut nicht gerecht. Dass wir beinahe komplett trocken durch Irland gekommen wären, hat mich ehrlich gesagt überrascht. Aber beschweren will ich mich darüber sicherlich nicht, es hätte nicht besser laufen können. Kurz vorm Hostel trennten wir uns allerdings nochmals. Während ich mich bereits etwas erschöpft in Richtung Bett begab, wanderte Nicolas noch zum größten Stadion Irlands. Der Croke Park fasst über 82.000 Zuschauer und schafft es damit sogar auf Platz fünf in ganz Europa. Gespielt werden dort allerdings nur originär irische Sportarten wie Gaelic Football, Hurling und Camogie. Ausländische Sportarten wie Rugby oder gar Fußball sind laut den Regeln der Gaelic Athletic Association dort sogar verboten. Weil das Stadion an der Lansdowne Road für den Bau des neuen Aviva Stadiums aber im Jahr 2007 abgerissen wurde, setzte man besagte Regel für ein paar Jahre außer Kraft, sodass 2007 im Croke Park unter anderem auch das Qualifikationsspiel Deutschland gegen Irland für die Fußball-EM stattfand. Das diesjährige Qualifikationsspiel unserer Elf fand dagegen wieder in besagtem Aviva Stadium statt - übrigens nur etwa drei Wochen vor unserem Besuch.



29.10.2015
Nach nur zwei Übernachtungen war es nun leider auch wieder an der Zeit, sich von Dublin zu verabschieden. Pünktlich um halb acht machten wir uns daher über das Frühstück her, um rechtzeitig den Bus zum Flughafen zu bekommen.



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Kurz vor 9 Uhr erreichten wir schließlich das Terminal 1 des Flughafens.


Selbstverständlich hatte ich uns auch schon für den Rückflug eingecheckt und die Bordkarten ausgedruckt. So ging es für uns umgehend durch die Sicherheitskontrolle. Dank des dämlichen Flüssigkeitsverbots besorgten wir uns dort noch etwas zu trinken, dann begaben wir uns gemütlich zum Gate. Dort hatten die ersten schon eine Reihe vor dem Schalter gebildet, der wir uns einfach mal anschlossen.



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Es hatte nämlich den Anschein, als würde unsere Maschine schon bereit stehen, sodass das Boarding jeden Moment beginnen könnte.


Das hatte mich eigentlich schon gewundert, weil unser Flug erst in über einer halben Stunde starten sollte. Und tatsächlich ließ das Boarding noch auf sich warten. Schließlich musste ich feststellen, dass der oben gezeigte Flieger wohl zum Nachbargate gehörte. Unserer parkte erst um kurz nach 10 Uhr daneben ein. Da hätten wir eigentlich schon starten sollen...



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Aber kaum waren die Passagiere alle ausgestiegen, konnten wir auch schon einsteigen.



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Mit über 11 Jahren war diese Maschine noch älter als jene auf dem Hinflug. Sie gehört sogar zu den 20 ältesten Ryanair-Maschinen.



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Der allgemeine Zustand und die fehlende Werbung an den Ablagefächern lassen mich allerdings vermuten, dass sie schon in naher Zukunft ausgeflottet werden könnte.


Auch auf dem Rückflug saßen wir wieder in der letzten Reihe, diesmal sollten es aber die Plätze B und C sein, also nicht am Fenster. Als aber schließlich die Türen geschlossen wurden und allmählich alle Passagiere ihre Plätze eingenommen hatten, blieb der Fensterplatz einfach frei. Noch besser sah es auf der anderen Seite aus, denn dort waren alle drei Plätze der Reihe 32 noch frei.



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Ich rückte also einfach einen Platz nach links, während Nicolas auf 32F wechselte, sodass wir dieses Mal beide am Fenster sitzen konnten.



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Noch eine litauische ATR 72, dann rollten wir endlich auf die Startbahn.



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Wieder mit etwa einer halben Stunde Verspätung starteten wir über die irischen Felder unseren Heimflug.



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Nach einer Wende irgendwo über dem Tayto Park (sehen konnten wir ihn leider nicht) ging es schließlich wieder hinaus aufs Meer in Richtung England.



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Colt Island, St. Patrick's Island und Shenick's Island (im Uhrzeigersinn von oben links) vor der Küste von Skerries.


Der Flug selbst war wieder recht unspektakulär, der Blick nach unten stieß vorwiegend auf das schlichte Weiß der Wolkendecke. Abgesehen von ein paar anderen Flugzeugen war nicht viel zu sehen. Bis wir nach ziemlich genau einer Stunde über Belgien mit dem Sinkflug begannen.



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Brüssel von oben. Mittig links die Nationalbasilika des Heiligen Herzens. Wenn man etwa weiß wo, erkennt man oben links auch das Atomium.



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Weiter hinab ging es über Lüttich (oder besser gesagt südlich davon).



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Bisher musste ich alles nachträglich ergooglen, die Rennstrecke von Spa ist aber einfach unverkennbar.S



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Und auch den Nürburgring fünf Minuten später erkannte ich direkt.



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Wenn man ganz genau hinschaut, erkennt man auch ein bisschen was vom ring°racer.S



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Nach weniger als anderthalb Stunden Flug durchstießen wir nach einer neuerlichen Wende wieder die Wolken über dem Hunsrück.



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Und mit nur noch 6 Minuten Verspätung hatten wir um 13:11 Uhr schließlich wieder deutschen Boden unter den Rädern.



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Wir gehörten dann auch zu den ersten, die die Maschine verlassen konnten. So ersparten wir uns die bald entstandene lange Schlange vor der Passkontrolle.



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Unsere Flugroute nochmal im Überblick.


Und damit war unsere kleine Reise auch schon fast zu Ende. Während ich recht bald die heimische Couch aufsuchen, und mit der Bearbeitung der Bilder beginnen konnte, hatte Nicolas noch eine letzte Etappe zurückzulegen. Dabei nahm er auf meine Empfehlung hin noch den Alpine Coaster in Riol mit, der ihn offenbar genauso überzeugte wie mich einige Tage zuvor. Aber das ist eine andere Geschichte...



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